Statt Mustafi

EM 2016: Deutschland gegen Polen - Aufstellung mit Hummels und Götze

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Götze raus? Schweinsteiger rein? Welche Aufstellung wählt Bundestrainer Jogi Löw für das zweite EM-Spiel von Deutschland gegen Polen?

München - Bei der EM 2016 spielt Deutschland heute gegen Polen. Bundestrainer Jogi Löw bringt Mats Hummels und Mario Götze in der Startelf. Das ist die Aufstellung:

Update vom 16. Juni 2016: Nun ist es offiziell: Mats Hummels feiert im Spiel Deutschland gegen Polen seine Premiere bei der EM 2016! Wie der DFB via Twitter mitteilt, spielt der 27-Jährige nach seinem Muskelfaserriss in der Startelf.

Im Sturm muss sich Mario Gomez zunächst mit der Rolle des Bankdrückers begnügen. Laut DFB setzt Bundestrainer Jogi Löw abermals Mario Götze als "falsche Neun" ein. Und: Wie im Spiel gegen die Ukraine könnte Bastian Schweinsteiger als Joker reinkommen. 

DFB teilt via Twitter mit: Das ist die Aufstellung von Deutschland gegen Polen

Tor: Manuel Neuer

Abwehr: Benedikt Höwedes, Jerome Boateng, Mats Hummels und Jonas Hector

Defensives Mittelfeld: Sami Khedria und Toni Kroos

Offensives Mittelfeld: Thomas Müller, Mesut Özil und Julian Draxler

Sturm: Mario Götze (als "falsche Neun")

Aufstellung von Deutschland gegen Polen: Diskussionen um Hummels, Mustafi und Götze 

Sowohl Deutschland als auch Polen gehen als Sieger aus den ersten beiden Vorrundenspielen der Gruppe C hervor. Wer das heutige Spiel gewinnt, hat beste Aussichten, als Gruppensieger ins Achtelfinale einzuziehen. Bis die Aufstellung des DFB-Teams kurz vor dem Anstoß am Donnerstag um 21 Uhr offiziell bekanntgegeben wird, dürfen Fans und Experten gleichermaßen spekulieren: Wer wird für Deutschland auf dem Platz stehen?

Insbesondere wurden im Vorfeld die Namen Mats Hummels, Shkodran Mustafi und Mario Götze diskutiert. Wie die "Bild"-Zeitung (Donnerstagausgabe) berichtet, muss Mustafi trotz seines Tors gegen die Ukraine im Spiel gegen Polen heute Abend offenbar auf die Bank. Seinen Platz in der Innenverteidigung soll der wieder fitte einigermaßen Hummels einnehmen. "Mats Hummels (27) meldet sich nach seinem Muskelfaserriss fit zurück", will das Blatt erfahren haben. "Höchstwahrscheinlich, dass er für Shkodran Mustafi (24) in die Startelf rückt." Zusammen mit Boateng soll Hummels ein Bollwerk in der Innenverteidigung bilden, um den brandgefährlichen Polen-Stürmer Robert Lewandowski zu stoppen.

Hat sich Mats Hummels im Hinblick auf die Aufstellung schon vor dem Spiel via Twitter verplappert? Am Donnerstagmittag twitterte er ein Foto, das offenbar beim Abschlusstraining entstanden ist. Dazu schrieb er: "Bereit für mein erstes Spiel bei dieser EM!" Wenige Minuten ruderte er zurück. Es habe sich um ein "Missverständnis" gehandelt, versicherte er abermals via Twitter. "Die Aufstellung kenn ich noch nicht...das bedeutet nur, dass ich wieder fit wäre falls das gefragt sein wird." 

Auch Mario Götze, der im  Auftaktspiel von Deutschland ziemlich unauffällig und ungefährlich wirkte, soll wieder von Anfang an in der Spitze spielen. "Bild" vermeldet: "Als 'falsche Neun' hatte er gegen das Ukraine-Bollwerk einen schweren Stand. Nun setzt Götze darauf, dass er gegen Polen mehr Räume für Dribblings und Torschüsse hat."

Nach Informationen der Boulevardzeitung wird Jogi Löw heute Abend gegen Polen fast dieselbe Aufstellung wie im ersten Spiel bringen. Nur der verdiente Shkodran Mustafi soll zu Anfang im deutschen Kader fehlen. So soll die Aufstellung laut "Bild" aussehen.

Tor: Manuel Neuer

Abwehr: Benedikt Höwedes, Jerome Boateng und Mats Hummels und Jonas Hector

Defensives Mittelfeld: Sami Khedira und Toni Kroos

Offensives Mittelfeld: Thomas Müller, Mesut Özil und Julian Draxler

Sturm: Mario Götze

Wie die Aufstellung tatsächlich aussieht, werden wir erst im Laufe des (frühen) Abends erfahren...

Die Aufstellung der Polen: So wollen sie heute gegen Deutschland spielen

Die polnische Mannschaft dürfte ein härterer Brocken sein als die Ukrainer. Neben Topstar Robert Lewandowski (FC Bayern München) kann Trainer Adam Nawałka auf etliche Top-Spieler von internationalem Format zurückgreifen: Unter anderem auf Łukasz Piszczek (Borussia Dortmund), Jakub Błaszczykowski (AC Florenz) oder Grzegorz Krychowiak (FC Sevilla). Man darf davon ausgehen, dass sich diese Namen in der Aufstellung der Polen gegen Deutschland wiederfinden werden.

Diskussionen um die Aufstellung von Deutschland gegen Polen: Der Formcheck

Seit Tagen laufen im Hinblick auf die deutsche Aufstellung heiße Diskussionen. Welche Leistungsträger aus dem Ukraine-Spiel lässt Jogi Löw am Donnerstag von Anfang an ran? Und wer muss seinen Auftritt vom Sonntagabend als Bankdrücker büßen? Gehen wir zunächst die einzelnen Spieler im deutschen Kader und ihre möglichen Alternativen durch:

Manuel Neuer: Top-Leistung! Zeigte am Sonntag drei Hammer-Paraden. Die unumstrittene Nummer Eins im deutschen Tor. Er müsste sich schon verletzen, dass Marc-Andre ter Stegen oder Bernd Leno gegen Polen ran dürfen. Man könnte ja jetzt witzeln: Eher würde Herr Gauland in die Nachbarschaft von Jerome Boateng... Stop! Solche Vergleiche müssen wir uns noch für die Analyse der Innenverteidigung aufheben. 

Benedikt Höwedes: Durchwachsene Leistung. Zum Ende der ersten Halbzeit hatte der Rechtsverteidiger mehrere Aussetzer. Gegenspieler Konoplyanka konnte vier Mal aufs deutsche Tor schießen. Zeigte insgesamt aber ein solides Spiel. Ob Bundestrainer Jogi Löw im wichtigen Spiel gegen Polen mit Joshua Kimmich oder Emre Can als Alternativen für Höwedes experimentiert? Eher unwahrscheinlich...

Jerome Boateng: Wird aller Wahrscheinlichkeit nach Teil der Aufstellung gegen Polen sein. Die Szene, als er sein Eigentor verhinderte, hat jetzt schon Klassiker-Status. "Es ist gut, wenn man einen Jerome als Nachbarn hat in der Abwehr", kommentierte Löw in Anspielung auf die rassistische Aussage des AfD-Politikers Alexander Gauland ("Keiner will einen Boateng als Nachbarn haben"). Insofern wird sich Jerome Boateng auch im Spiel gegen Polen in der unmittelbaren Nachbarschaft Manuel Neuers befinden.

Deutsche Aufstellung gegen Polen: Hummels statt Mustafi in der Innenverteidigung?

Shkodran Mustafi: Vor dem Spiel gegen die Ukraine erfuhr TV-Deutschland, dass Teammanager Oliver Bierhoff und die Mannschaftskollegen den Innenverteidiger "Musti" nennen. Nach dem Spiel hatte er sich mit dem Tor zum 1:0 ein Empfehlungsschreiben für das Spiel gegen Polen ausgestellt. Seinen Platz in der Aufstellung hatte er in erster Linie der Verletzung von Mats Hummels zu verdanken. Der könnte nach eigenem Bekunden am Donnerstag wieder fit sein. Bedeutet das für "Musti" einen Platz auf der Bank? Nicht unbedingt. "Mats Hummels ist ein überragender Innenverteidiger. Aber trotzdem hat Musti seine Rolle überragend gespielt und war sehr präsent in den Defensivaktionen“, lobte Kapitäns-Vertreter Manuel Neuer. Der Welttorhüter sprach von einem "Superspiel" des EM-Debütanten: "Wir sind froh, dass wir so einen tollen Mann in der Innenverteidigung haben."

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, soll Mats Hummels schon am Donnerstag gegen Polen wieder spielen - und den Platz von Shkodran Mustafi einnehmen. Eine offizielle Bestätigung gibt es aber noch nicht. Will der Bundestrainer Hummels im zweiten Gruppenspiel wieder voll einsetzen. Laut eigenem Bekunden wollte Löw den Innenverteidiger vor allem für die K.o-Runde in der Hinterhand haben. Sollte Hummels schon beim zweiten Gruppenspiel von Anfang an ran dürfen, könnte Mustafi aber auch noch auf die Position des rechten Außenverteidigers rücken. Oder er könnte später für Hummels eingewechselt werden, wenn der Neu-Bayer noch keine zwei vollen Halbzeiten spielen kann.

Egal wie sich Jogi Löw heute entscheidet: Irgendwann wird Shkodran Mustafi aber vermutlich Mats Hummels weichen müssen, der Platzhirsch trainiert schon wieder voll mit. Mustafi wird kämpfen, aber nicht motzen und würde auch als Spieler zwischen Nummer 12 und 23 ein überglücklicher Europameister sein.

Jonas Hector: Der Kölner dürfte im Spiel gegen Polen abermals Teil der deutschen Aufstellung sein. Auch wenn er am Sonntag nicht wirklich überzeugte. Für ein Offensivspiel gegen Polen könnte er aber als Anspiel-Station fungieren.

EM 2016: Khedira und Kross wohl auch gegen Polen von Anfang an dabei

Sami Khedira: Vergab eine Großchance, aber verteilte den Ball im Mittelfeld ganz ordentlich. Er wird sicher auch gegen Polen von Anfang an spielen.

Toni Kroos: Auch der Champions-League-Sieger dürfte seinen Platz in der Start-Formation sicher haben. Er gab die Freistoß-Vorlage zum 1:0, wirkte in den Zweikämpfen und bei den Abschlüssen souverän. Joshua Kimmich und Julian Weigl wären die Alternativen im defensiven Mittelfeld. Gegen Polen werden wir aber wieder das Duo Khedira-Kroos sehen.

Thomas Müller: Von Müller war am Sonntag wenig zu sehen, er hatte kaum Ballkontakte. Muss aber nichts heißen. Jogi Löw weiß, wie torgefährlich der Bayern-Spieler ist. Er ist vermutlich auch am Donnerstag von Beginn an Teil der deutschen Aufstellung. Alternativen für Thomas Müller wären Leroy Sané und André Schürrle. Allerdings nur in der Theorie.

Mesut Özil: Gab die Vorlage zum Schweini-Tor. Kurz vor Schluss scheiterte er aus kurzer Distanz an Ukraine-Torwart Pyatov. Ansonsten bekam man wenig von ihm zu sehen. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird man ihn am Donnerstag wieder von Anfang an in der Aufstellung sehen.

Julian Draxler: Der Ausfall von Marco Reus war sein Glück. War am Sonntag bemüht, aber in den Zweikämpfen zu wenig effektiv. Falls Jogi Löw seinen Auftritt wenig überzeugend fand, könnte er André Schürrle gegen Polen als Alternative bringen. Zumal Schürrle kurz nach seiner Einwechslung beinahe das 2:0 gemacht hätte. Eine andere, wenn auch unwahrscheinlichere Möglichkeit wäre es, Leroy Sané auf der linken Außenposition spielen zu lassen.

Gomez statt Götze in der deutschen Aufstellung gegen Polen?

Mario Götze: Vieles sprach dafür, dass er gegen Polen aus der Aufstellung fliegen könnte. Mario Gomez scharrt schon mit den Hufen, nachdem Götze gegen die Ukraine weitgehend harmlos und unauffällig blieb. Mutiert der Noch-Bayern-Spieler auch bei der EM 2016 zum Bankdrücker? Laut "Bild" sieht es nicht so aus. Jogi Löw will Mario Götze wohl auch gegen Polen wieder als "falsche Neun" einsetzen. Wenn Gomez keinen Platz in der Startelf bekommt, könnte er später - ebenso wie Lukas Podolski - gegen Götze eingewechselt werden.

Bastian Schweinsteiger: Kam im erste Spiel fünf Minuten vor Schluss als Joker rein und traf nach gefühlt zwei Schritten zum 2:0. "Ein Bastian Schweinsteiger ist Gold wert", betonte Bundestrainer Jogi Löw dann auch nach dem Spiel. Vermutlich ist Schweini noch nicht fit genug für einen Platz in der Startaufstellung. Löw könnte ihn aber wieder als Joker bringen. Die Fans würde es sicher freuen!

Die deutsche Aufstellung gegen Polen: Wer könnte von Anfang an spielen? Wer wäre eine Alternative?

Tor: Neuer (Alternativen Leno und ter Stegen)

Abwehr: Höwedes (Alternativen: Mustafi, Kimmich und Can), Mustafi (Alternative: Hummels), Boateng, Hector

Defensives Mittelfeld: Kroos, Khedira

Offensives Mittelfeld: Müller, Özil, Draxler (Alternative: Schürrle oder Sané)

Sturm: Götze (Alternativen: Gomez und Podolski)

Aufstellung von Deutschland gegen Polen: Löw vertaut stets den Auftaktsiegern

„Never change a winning team.“ An dieser alten Fußballweisheit orientierte sich Joachim Löw bei allen vier Turnieren, die er als verantwortlicher Bundestrainer betreut hat. Von der EM 2008 bis zur WM 2014 setzte er in den ersten beiden Spielen stets auf dieselbe Startelf. Sollte Löw die Serie auch morgen fortsetzen, hieße die Aufstellung gegen Polen erneut:

Tor: Neuer

Abwehr: Höwedes, Boateng, Mustafi, Hector

Defensives Mittelfeld: Khedira, Kroos

Offensives Mittelfeld: Müller, Özil, Draxler

Sturm: Götze

Das zweite Turnierspiel scheint für die DFB-Elf übrigens das schwerste zu sein: Seit 1998 gab es da nur zwei Siege bei vier Unentschieden und drei Niederlagen.

fro

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