Er beendet EM-Vorrunde als Triumphator

Gigant "Gonzo" Gomez ballert sich warm

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EURO 2016 - Group C Northern Ireland vs Germany

München - War das der Impuls für alle anderen Mannschaftskollegen im Angriff, nun auch den Knoten platzen zu lassen? Mario Gomez spielte in den beiden Vorrundenpartien gegen die Ukraine und Polen keine Rolle – und beendete die Vorrunde dann als Triumphator.

Die Hoffnungen im Angriff ruhen nun vor allem auf Tor-Gigant Gomez, der jetzt sogar auch noch Deutschlands bester EM-Torjäger aller Zeiten werden kann. An diese Wellentäler hat er sich gewöhnt, vielleicht ist das der Grund, warum Gomez mit seinen mittlerweile 30 Jahren eine schon unglaubliche Gelassenheit umgibt. Den Mann bringt nichts mehr aus der Ruhe. Nicht mal der Fakt, dass er mit seinem nächsten EM-Treffer zum Rekordschützen Jürgen Klinsmann (fünf Tore) aufschließen könnte. „Ist das so?“, fragte er lächelnd. 

„Das klingt doch gut.“ Gigant Gomez – heuer befindet er sich mitten in seinem dritten, vierten oder fünften Frühling. Meister und Torschützenkönig mit 26 Treffern für Besiktas Istanbul in der Türkei, nun auch bei der EM erfolgreich. Und: Der ehemalige Stürmer des FC Bayern hat nun auch endlich einen Spitznamen im DFB-Team. „Gonzo“ wird Gomez gerufen, das verriet Offensivpartner Thomas Müller – damit sich Gomez von Namensvetter Mario Götze unterscheidet. „Das nervte echt wahnsinnig“, erzählt „Gonzo“ Gomez. „Das gab’s noch nie in meiner Karriere, dass zwei Marios in einer Mannschaft spielen. Nun ist es bei Kommandos klarer, wer gemeint ist.“ Nicht nur in Sachen Namensfindung harmonierten Müller und Gomez übrigens prächtig. Auch beim einzigen Treffer der Partie vollendeten sie eine gute Kombination. 

„Wenn zwei Spieler mit Bügeleisen in den Schuhen zu kombinieren anfangen, dafür ist es ganz gut gelaufen“, scherzte Müller. Der Torschütze des Tages wünscht sich nun vor allem mehr positive Stimmung im Land. „Wir alle sollten wieder ein bisschen mehr Fan von dieser Mannschaft werden und nicht immer nur die schlechten Dinge im Spiel suchen“, fordert der 30-Jährige. „Ich bin Fan dieser Mannschaft! Und wir wissen doch alle, dass die Vorrunde keinen Menschen mehr interessiert.“ Dennoch: Ein paar Treffer mehr hätten es in den 90 Minuten gegen die Nordiren dann doch noch sein müssen, nicht nur von Gomez, sondern auch von Müller, Götze und Mesut Özil. Alle drei warten ebenfalls noch darauf, dass ihr Tor-Knoten bei dieser EM endlich platzt. Insbesondere Müller war mit Latten- und Pfostentreffern nah dran, haderte aber: „Es hat sich sehr gut auf dem Platz angefühlt. Aber wenn du dann trotzdem ohne Tor nach Hause fährst, fühlst du dich nicht so wohl in deiner Haut.“ Einen Punkt, den Gomez überwunden hat. „Gonzo“, benannt nach der langnasigen Figur aus der Sesamstraße, hat nun andere Sorgen. So genannt zu werden, das sei ja das Eine. „Aber ich hoffe mal, dass ich nicht so aussehe.“

SW, SB, MS

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