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Dieser deutsche EM-Spieler überzeugt Vettel am meisten

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München - Am Sonntag, 20 Uhr, kämpft Sebastian Vettel in Montreal um die Formel-1-WM – und verpasst das Deutschlandspiel. Lesen Sie, was Vettel Jogis Jungs bei der Fußball-EM zutraut. 

Herr Vettel, wann haben Sie angefangen, Fußball zu schauen? 

Sebastian Vettel: Ich weiß nicht, ob jemand überhaupt sagen kann, wann er angefangen hat, Fußball zu schauen. Ich habe Fußball schon früh verfolgt, weil jeder bei uns das gemacht hat und ich bin dann automatisch zum Fan geworden. Ich kann mich jetzt nicht an mein erstes Fußballspiel erinnern. Live war ich auf jeden Fall irgendwann in den 90ern bei der Eintracht im Stadion, das damals noch Waldstadion hieß.

Spielen Sie selber Fußball? 

Vettel: Ja, und das auch mit sehr viel Leidenschaft. Da mir das Talent fehlt, versuche ich das dann mit viel Laufeinsatz wieder wettzumachen. Es macht auf jeden Fall Spaß, mit ein paar Freunden ein bisschen kicken zu gehen, aber wie gesagt zum Fußballer hat’s bei Weitem nicht gereicht.

Waren Sie mal in einem Verein aktiv? 

Vettel: Ich war mal angemeldet in einem Verein in Heppenheim, ja, aber offiziell aufgelaufen bin ich nie. Ich habe oft mittrainiert und immer Spaß gehabt beim Fußballspielen.

Was trauen Sie den Deutschen bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 zu?

Vettel: Ich denke, es wird dieses Jahr bei der Euro wieder rund gehen. Deutschland ist einer der Mitfavoriten, nicht nur wegen des WM-Titels vor zwei Jahren. Die Klasse und Breite des Kaders macht uns immer zu einer gesetzten Kraft. Trotzdem muss man erst ins Turnier finden, deshalb ist alles möglich. Da kann das Pendel dann nach allen Richtungen ausschlagen. Aber ich denke, unsere Jungs werden das irgendwie machen.

Wer ist Ihr Lieblingsspieler?

Vettel: Es gibt sehr viele, sehr gute Fußballspieler. Sehr viele Spieler, die man sympathisch findet, andere nicht. Im Moment habe ich ein Faible für Toni Kroos. Weil er auffällt, ohne groß aufzufallen. Er ist keiner, der sich immer nach vorne drängelt und sagt: ,,Hoppla hier komm ich!“. Er redet nicht viel, antwortet aber mit Leistungen auf dem Platz. Das gefällt mir. Ich hab ihn vor ein paar Jahren mal kurz kennengelernt und ich drück natürlich die Daumen.

Welche Erinnerung von vergangenen Europameistern ist bei Ihnen am meisten hängen geblieben? 

Vettel: 1996, als Oliver Bierhoff im Endspiel mit dem Kopf das Golden Goal gemacht hat. Das war sehr dramatisch damals. Das war die EM, wo Matthias Sammer noch mehr Haare auf dem Kopf hatte.

Wer gewinnt die Euro 2016 und warum? 

Vettel: Wie gesagt, ich tippe auf Deutschland. Weil der Mannschaftsgeist stimmt und wir auch durch individuelle Klasse sehr gut aufgestellt sind. Unser Trainerstab schafft es immer wieder, auch junge, neue Spieler in die Mannschaft zu integrieren. Die Jungs kennen sich zum Teil ja auch sehr gut, weil sie in den gleichen Vereinen spielen. Das könnte für mich den Ausschlag am Ende geben.

Das Interview führte Ralf Bach.

Fußball-EM 2016 in Frankreich: Spielplan, Stadien und Themenseite

In unserem Übersichtsartikel finden Sie alle Informationen zur EM 2016 in Frankreich: Spielplan, Termine, Ergebnisse, Gruppen und Kurzporträts der Austragungsorte. Außerdem haben wir alle wichtigen Fakten und Hintergründe zu den Stadien der EM 2016 zusammengestellt. Und: Wir bieten Ihnen die wichtigsten Infos zum Kader von Deutschland bei der EM 2016. Alle aktuellen Nachrichten erfahren Sie außerdem auf unserer Themenseite zur Fußball-EM 2016 in Frankreich bei tz.de. Tipps zum Public Viewing in München gibt es hier, den Link zum Tippspiel unter tippkaiser.de.

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