Nach Äußerung des Bundestrainers

Löw-Abschied? Das sagen Bierhoff und Vogts

+
Wie lange werden sie noch zusammenarbeiten? Joachim Löw und Oliver Bierhoff.

Marseille - Wie geht es mit Joachim Löw nach der EM 2016 weiter? Der Bundestrainer ließ seine Zukunft offen. Nun sprach Teammanager Oliver Bierhoff über die Gerüchte eines möglichen Löw-Abschieds.

Oliver Bierhoff, Teammanager von Weltmeister Deutschland, sieht keinen Hinweis darauf, dass Bundestrainer Joachim Löw nach dem EM-Halbfinal-Aus gegen Frankreich in Marseille (0:2) zwei Jahre vor Ablauf des Vertrages Abschied vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) nimmt. "Nach Turnieren benötigt er immer etwas Ruhe und Abstand. Ich gehe aber fest davon aus, dass es in dieser Konstellation weitergeht", sagte der EM-Held von 1996. 

Löw hatte sich nach dem Spiel zurückhaltend geäußert: "Wir werden überlegen, ob wir jetzt oder drei Wochen später das Turnier aufarbeiten." DFB-Präsident Reinhard Grindel betonte im ZDF, dass er sich darauf freue, "den Weg mit Joachim Löw weiterzugehen". Zuletzt hatte er wiederholt betont, dass er sehr daran interessiert sei, den Kontrakt mit Löw vorzeitig zu verlängern.

Für Berti Vogts ist Joachim Löw der „perfekte“ Bundestrainer

Der ehemalige deutsche Nationalcoach Berti Vogts hält Joachim Löw unterdessen trotz des EM-Ausscheidens für die beste Lösung auf dem Trainerposten. „Eine Debatte um Löw wäre eine Frechheit. Er ist der perfekte Trainer für diese Mannschaft. Auch für ihn gibt es keinen Grund zu zweifeln“, schrieb Vogts in einem Beitrag für die Rheinische Post (Samstag).

Löw und sein Trainerstab wüssten, dass es „Nuancen sind, die entscheiden, und werden nun mit ein paar Tagen Abstand mit der Analyse beginnen mit Blick auf die WM 2018. Da wollen und werden wir wieder ein Topteam haben, eines mit frischen Kräften und neuen Ideen“, glaubt Vogts.

Wichtig sei, sich genau anzusehen, welche Tendenzen es im Fußball gebe, teilt Vogts mit. „Die Spanier sind für mich ein warnendes Beispiel. Sie haben an ihrem Stil festgehalten nach den großen Erfolgen. Das war der Fehler. Der Fußball entwickelt sich.“

Presse: Nichts geht mehr für den Weltmeister

Beim 0:2 am Donnerstagabend im Spiel gegen Frankreich habe vor allem Antoine Griezmann den Unterschied ausgemacht: „Er ist im Moment das große Schreckgespenst des deutschen Fußballs“, meinte Vogts, der die DFB-Auswahl 1996 zum Gewinn des Europameistertitels geführt hatte.

sid

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

Hamburger SV gegen Werder Bremen: So sehen Sie die Bundesliga heute live im TV und im Live-Stream
Hamburger SV gegen Werder Bremen: So sehen Sie die Bundesliga heute live im TV und im Live-Stream
Schmutzige Geldgeschäfte von Ronaldo, Özil und Co. enthüllt
Schmutzige Geldgeschäfte von Ronaldo, Özil und Co. enthüllt
Tuchel stinksauer: "Das war ein einziges Defizit"
Tuchel stinksauer: "Das war ein einziges Defizit"

Kommentare