DFB-Team wohl mit erster Garde

Letztes Spiel vor der EM: Gegen Ungarn wird der Ernstfall getestet

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Ungarns Trainerteam Storck (l.) und Möller.

Ascona - Die deutsche Nationalmannschaft testet am Samstagabend gegen Ungarn den Ernstfall. Im letzten Spiel vor Beginn der EM 2016 soll die erste Elf auf den Platz.

Update vom 17. Juni 2016: Viel besser hätte der Start in die EM 2016 für Ungarn kaum laufen können. Mit 2:0 wurde das Nachbarland Österreich besiegt. Nun kann gegen die Isländer das Achtelfinale perfekt gemacht werden. Wie Sie Island - Ungarn live im Free-TV und Live-Stream ansehen können, lesen Sie hier.

Auch zum Abschied kannte der Wettergott kein Erbarmen mit dem Weltmeister. Regen über Ascona – aber damit musste das DFB-Team die ganze Woche leben. Der Blick in den Himmel war aber auch das Einzige, was im Tessin trübe Aussichten bot. Der DFB-Stab versprühte Optimismus. Thomas Schneider sprach von einem „guten Gefühl“ nach Abschluss des zweiwöchigen Trainingslagers, und Oliver Bierhoff sagte: „Die Spieler sind sehr ruhig und fokussiert. Es herrscht eine sehr konzentrierte Atmosphäre. Man merkt, wie die Mannschaft zusammenwächst.“

Die „verschiedenen Gruppen“, die Jogi Löw zu Beginn ausgemacht hatte, „konnten wir zusammenführen“, erklärte sein Co Schneider und machte vor dem Spiel gegen Ungarn klar: „Die Testphase ist vorbei.“

Gegen die vom deutschen Trainer Bernd Storck trainierten Magyaren (heute um 18 Uhr, live im TV und im kostenlosen Live-Stream) setzt Jogi Löw das um, was Manuel Neuer fordert: Er lässt seine stärkste Elf ran! „Ich kann verraten, dass Manuel Neuer, Thomas Müller, Mesut Özil und Toni Kroos von Anfang an spielen werden“, so Schneider. Für den Weltmeister geht es um den Feinschliff vor der EM. Aus der 1:3-Pleite gegen die Slowakei haben Löw und sein Team Schlüsse gezogen. „Wir haben in dieser Woche intensiv an den Standards gearbeitet. Die haben uns gegen die Slowakei nicht gefallen“, erklärte Schneider, nachdem die Mannschaft zwei der drei Treffer nach Eckbällen kassiert hatte.

Mit den Ungarn erwartet den Weltmeister ein Team, das ähnlich auftreten wird wie die Gruppengegner. Defensiv kompakt und in erster Linie darauf bedacht, das Spiel der deutschen Mannschaft zu zerstören. Dass Storck und sein Co-Trainer Andreas Möller Ungarn nach Frankreich geführt haben, war eine kleine Sensation. Sollten sie am Samstag den DFB ähnlich kalt erwischen wie die Slowaken, wäre es die nächste. Doch so weit soll es nicht kommen. „Wir wollen zeigen, dass wir bereit sind“, betonte Schneider.

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