Osram stattete Stadion mit Lichtanlagen aus

Münchner Unternehmen lässt die EM erstrahlen

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Das Stade de France

Paris - Nahezu 500 Scheinwerfer im Stade de France in Paris sorgten gestern Abend dafür, dass die Zuschauer wirklich jeden Winkel des Feldes bestens erkennen konnten. Eine Münchner Firma machte es möglich.

 Die UEFA hat klare Vorgaben, wie genau der Rasen ausgeleuchtet sein muss. Schließlich sollen auch die TV-Zuschauer, die sich die Spiele in HD-Qualität anschauen wollen, voll und ganz auf ihre Kosten kommen. Und genau deshalb wurde unter anderem im Stade de France, das im Jahr 1998 eröffnet wurde, noch einmal aufgerüstet. Die Münchner Firma Osram stattete das gesamte Stadion mit neuen, so genannten rotationssymmetrischen Scheinwerfern aus. Auch die Flutlichtanlagen in den Stadien in Marseille und Lille stammen von der Münchner Firma.

Torsten Onasch, Projektleiter im Bereich Sportbeleuchtung bei Osram, erklärt’s: „Die ursprüngliche Beleuchtung im Stade de France stammte ebenfalls von uns. Allerdings sind die Anforderungen an die Ausleuchtung des Spielfeldes mittlerweile natürlich ganz andere, als sie es vor 20 Jahren waren. Insofern mussten wir uns neue Lösungen überlegen.“

Die Schwierigkeit bestand darin, dass die neuen Scheinwerfer zwar an genau dieselbe Position wie die alten gebracht, allerdings mittlerweile ganz anders am so genannten „Catwalk“ – dem Bereich zwischen Stadiondach und den Rängen – befestigt werden mussten. „Das Ganze spielte sich in 50 Meter Höhe ab“, erklärt Onasch. „Das war kein einfaches Unterfangen, da die Scheinwerfer aufgrund des hohen Aufwands gleichzeitig befestigt und ausgerichtet werden mussten.“

Knapp vier Wochen tüftelte daher ein Lichtplanungsteam von Osram an der Umsetzung dieses Unternehmens. „Hierfür wurde zunächst ein Modell des Stade de France nachgebaut und ein Konzept entwickelt. Danach ging es an die konkrete Planung der Umsetzung“, so Onasch.

Die Installation dauerte dann noch einmal drei Monate. Insgesamt 477 Scheinwerfer wurden mittels einer Hebebühne installiert. Das Faszinierende: Lediglich vier Mitarbeiter waren hierbei im Einsatz. Wie hoch die Kosten für das gesamte Projekt ausfielen, will die Firma nicht preisgeben. Eines ist jedenfalls sicher: Die Zuschauer werden von nun an jeden Zentimeter des Feldes bestens erkennen können.

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