Auch in Frankreich soll es Müllern

Müller: "Ich bin für die gute Stimmung zuständig"

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Immer locker bleiben: Bayern-Star Thomas Müller unterhielt Kollegen und Journalisten am Donnerstag beim Medientag in Ascona mit karnevalistischen Einlagen.

Ascona - Thomas Müller zählt bei der EM 2016 inzwischen zu den Leitfiguren im DFB-Team. Nun sprach er über seine Torflaute bei Europameisterschaften und die Stimmung.

Gerade erst ist er von den deutschen Fans zum absoluten Lieblingsspieler der Nationalelf gekürt worden, gestern Mittag zeigte Thomas Müller einmal mehr, warum. Gut gelaunt präsentierte sich der Superstar des FC Bayern beim Medientag des DFB in Ascona und war für jeden Spaß zu haben – selbst einen Schnäuzer ließ sich der 26-Jährige für ein kurzes TV-Interview verpassen und gab den coolen Entertainer. Doch knapp eine Woche vor dem Beginn der EM hatte der Offensivallrounder natürlich auch den Blick für das Wesentliche.

Thomas Müller...

... die Erwartungshaltung an den Weltmeister:  "Für uns Spieler hat sich nicht viel geändert. Wir waren ja auch in den Jahren vor dem WM-Titel immer unter den Top Vier. Und von den Ergebnissen in den Testspielen haben wir uns nicht so beeinflussen lassen, wie es die Medien vielleicht tun. Wir wissen, was wir können und was wir auf dem Platz leisten können. Deswegen sind wir auch 2014 mit dem Ziel angetreten, das Turnier zu gewinnen. Deswegen sehe ich die Ausgangslage jetzt nicht anders."

... Löws Aussage, zwei verschiedene Mannschaften für die EM zu benötigen: "Ich erwarte nicht zwei komplett verschiedene Turnierhälften, aber es gibt ja immer den Part der Gegneranalyse. Wo hat er Stärken, wo hat er Schwächen? Und dementsprechend musst du dein Spiel modifizieren. Wenn man sich die ersten drei Gegner anschaut, ist nicht damit zu rechnen, dass die uns mit Ballbesitz hinten reindrängen. Aber in der K.o.-Phase in Spielen gegen Spanien, Frankreich oder Italien ist natürlich ein ganz anderes taktisches Verhalten gefragt."

... seine Aufgaben für das Team: "Die Hauptdefinition meines Schaffens ist es, so auf das Team und die Gesamtkonstruktion DFB einzuwirken, dass wir am Ende mit einem positiven Ergebnis nach Hause fahren. Auf dem Platz ist es mein Ziel, Tore zu schießen, denn das ist eine meiner Fähigkeiten. Und abseits davon versuche ich – auch durch Interviews – dafür zu sorgen, dass die Stimmung um die Mannschaft herum in ganz Deutschland als positiv empfunden wird und wir einen Schub dadurch kriegen."

... seinen noch fehlenden ersten EM-Treffer: "Ich habe bisher eine EM gespielt, da habe ich null komma null Tore erzielt. Das ist richtig, empfinde ich aber nicht als grausam. Wenn wir nicht im Halbfinale ausgeschieden wären, wäre das absolut okay gewesen. Tore sind für mich nur dazu da, um vor den Journalisten meine Ruhe zu haben (lacht)."

... das Casting auf der Rechtsverteidiger-Position: "Es gibt nicht diesen einen Spieler, der unser Rechtsverteidiger ist. Wir haben einige Kandidaten, aber da wird der Trainer sich festlegen. Die Fähigkeiten auf dieser Position haben einige Spieler. Joshua Kimmich, Emre Can, Benedikt Höwedes, auch Antonio Rüdiger kann da spielen. Aber wir haben natürlich nicht den Rechtsverteidiger, der in einem internationalen Top-Klub seit Jahren auf dieser Position spielt. Das ist kein Geheimnis."

Fußball-EM 2016 in Frankreich: Spielplan, Stadien und Themenseite

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