FCB-Star über Komfortzone & Kindergartengruppe

Müller-Ansage: "Es geht hier nicht um Spaß!"

+
Thomas Müller ist einer der Anführer des DFB-Teams.

Evian - Die Anspannung steigt, Sonntag startet der Weltmeister in die EM. Zwei Tage bleiben Jogi Löw noch, um seine Startelf für die Auftaktpartie gegen die Ukraine (21 Uhr) zu finden.

Trotz der Personalsorgen, die sich durch den Ausfall von Antonio Rüdiger weiter verschärft haben, sind Manuel Neuer & Co. klarer Favorit – nicht nur gegen die Ukraine, auch in ihrer Vorrundengruppe C. Mit Polen und Nordirland warten danach zwei weitere machbare Aufgaben auf ­Löws Mannschaft. „Natürlich ist das keine Gruppe wie vor vier Jahren mit Holland, Portugal und Dänemark. Aber das brauche ich auch nicht jedes Mal“, erinnert sich Thomas Müller an die Hammeraufgaben 2012, will die Gegner jetzt aber nicht auf die leichte Schulter nehmen: „Das ist keine Kindergartengruppe!“

Gegen die Ukrainer und Nordirland sind Siege Pflicht, gegen Polen wird es im zweiten Spiel um den Gruppensieg gehen. „Wir wissen, was auf uns zukommt und sind gut vorbereitet“, verspricht Müller. Die Trainingsbedingungen in Evian sind optimal, der Platz nur einen Steinwurf vom Teamhotel entfernt. Kurze Wege, volle Konzentration aufs Wesentliche.

„Natürlich ist eine gewisse Anspannung schon da“, meint Müller, doch abseits des Rasens gibt es jede Menge Möglichkeiten zum Relaxen. Hinter den Toren des Hotels Ermitage haben die Verantwortlichen eine Freizeit­oase für die Stars geschaffen. „Hauptsächlich sind wir natürlich zum Fußballspielen hier“, grinst Müller, doch an Alternativen mangelt es nicht. Neben einem Billard- gibt es diesmal sogar noch einen Snookertisch, an dem sich der Münchner und seine Mitspieler austoben können. Ein Pool darf natürlich nicht fehlen, ebenso wie der Basketballkorb. „Der wird nur bei gutem Wetter benutzt, steht nämlich draußen“, verrät der 26-Jährige und gerät aus persönlichen Gründen fast schon ins Schwärmen. „Alles, was mit Ballspielen zu tun hat, da war ich schon immer motiviert, engagiert und oft auch talentiert“, erklärt er augenzwinkernd.

Dennoch achtet der FCB-Star als einer der Wortführer innerhalb des Teams auch darauf, dass das Qaurtier nicht zur totalen Komfortzone wird. „Bei den ganzen Beschäftigungsmöglichkeiten geht es nicht darum, dass jeder Tag bis zum Anschlag mit Spaß gefüllt ist. Wichtiger ist es, gemeinsam Dinge zu machen, sich auszutauschen. Einfach, um den Teamgeist zu fördern. Es wäre nicht gut, wenn jeder nur in seinem Zimmer hockt und man sich nur zum Essen trifft“, erklärt er. WGs wie im Campo Bahia gibt es in Evian zwar nicht, doch dass das Miteinander stimmt, habe sich bei der schweren Verletzung von Rüdiger gezeigt: „Das hat natürlich die Stimmung getrübt. Aber wir haben da als Team gut zu ihm gehalten, er war ja noch einen Tag hier.“

Fußball-EM 2016 in Frankreich: Spielplan, Stadien und Themenseite

In unserem Übersichtsartikel finden Sie alle Informationen zur EM 2016 in Frankreich: Spielplan, Termine, Ergebnisse, Gruppen und Kurzporträts der Austragungsorte. Außerdem haben wir alle wichtigen Fakten und Hintergründe zu den Stadien der EM 2016 zusammengestellt. Und: Wir bieten Ihnen die wichtigsten Infos zum Kader von Deutschland bei der EM 2016. Alle aktuellen Nachrichten erfahren Sie außerdem auf unserer Themenseite zur Fußball-EM 2016 in Frankreich bei tz.de. Tipps zum Public Viewing in München gibt es hier, den Link zum Tippspiel unter tippkaiser.de.

Sven Westerschulze

Mehr zum Thema:

auch interessant

Meistgelesen

BVB: "Sahnehäubchen" Gruppensieg - oder lieber nicht?
BVB: "Sahnehäubchen" Gruppensieg - oder lieber nicht?
Draxler-Wechsel immer wahrscheinlicher: So viel soll er kosten
Draxler-Wechsel immer wahrscheinlicher: So viel soll er kosten
FC Barcelona gegen Real Madrid: So endete der Clasico
FC Barcelona gegen Real Madrid: So endete der Clasico
Ismael vor Bayern-Spiel: „Die Messlatte ist unten“
Ismael vor Bayern-Spiel: „Die Messlatte ist unten“

Kommentare