EM 2016: Schwacher Auftritt gegen Irland

Ibrahimovic-Assist bewahrt Schweden vor Auftakt-Blamage

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Entscheidendes Duo in St. Denis: Zlatan Ibrahimovic (r.) bereitet das Eigentor durch Ciaran Clark vor.

St. Denis - Schweden und Irland trennen sich im ersten Spiel der Gruppe E bei der EM 2016 mit einem Unentschieden. Dabei sind die Außenseiter von der Insel dem Sieg deutlich näher.

Update vom 17. Juni 2016: Die "Green Boys" von der Insel könnten eine der großen Überraschungen bei der EM 2016 werden. Eine Voraussetzung dafür: Ein Punktgewinn im zweiten Spiel in der Gruppe E. Am Samstag geht es gegen den Mitfavoriten Belgien. Wie Sie die Partie Belgien gegen Irland live im Free-TV und im Live-Stream verfolgen können, lesen Sie hier.

Mit einem einzigen energischen Vorstoß hat Zlatan Ibrahimovic Schweden vor einer peinlichen EM-Auftaktpleite bewahrt. Der Superstar erzwang mit seiner Flanke das Eigentor von Ciaran Clark (71. Minute) und verhinderte beim 1:1 (0:0) damit den ersten Sieg Irlands bei einer Fußball-Europameisterschaft seit 28 Jahren. Im Stade de France von Saint-Denis hatte Wes Hoolahan mit einem sehenswerten Dropkick (48.) die erstaunlich offensive und spielfreudige Mannschaft von Trainer Martin O'Neill am Montag mit 1:0 in Führung gebracht.

Vor 73.419 Zuschauern enttäuschten die Schweden um ihren exzentrischen Ausnahmestürmer Ibrahimovic lange Zeit und durften am Ende mit dem Remis zufrieden sein. In der schweren Gruppe E mit den weiteren Gegnern Italien und Belgien wird es allerdings für beide Teams schwer, die nächste Runde zu erreichen.

Die Iren, die noch nie ein Pflichtspiel gegen die Skandinavier gewinnen konnten, hatten schon in der Qualifikation gegen Weltmeister Deutschland mit einem Sieg und einem Remis (1:0, 1:1) für Furore gesorgt. Bei der letzten EM 2012 scheiterte das Team jedoch kläglich ohne Punktgewinn. Irlands Trainer Martin O'Neill verzichtet in der Startformation auf den angeschlagenen Rekord-Nationalspieler Robbie Keane. Der 35 Jahre alte Torjäger saß zunächst nur auf der Bank und wurde erst spät eingewechselt.

Von sexy bis skurril: Fan-Fotos von der EM 2016

Iren haben die besseren Chancen

Dennoch startete Irland erfrischend offensiv in die Partie und hatte durchaus gute Möglichkeiten. Bei einem Rechtsschuss von Jeffrey Hendrick musste sich Schwedens Keeper Andreas Isaksson strecken (10.). Kurze Zeit später verpasste Kapitän John O'Shea eine Kopfballvorlage von Ciaran Clarke nur um Zentimeter vor dem schwedischen Tor. Auch Robbie Brady und noch einmal Hendrick, der nur die Querlatte traf (33.), sorgten mit Distanzschüssen für Gefahr.

Lewicki (l.) attackiert Walters.

Mit Spannung wurde der Auftritt von Schwedens StarIbrahimovic erwartet. Der Mittelstürmer, der noch beim benachbarten französischen Meisters Paris St. Germain unter Vertrag steht und quasi ein Heimspiel hatte, blieb allerdings wie das gesamte Drei-Kronen-Team lange Zeit unauffällig und hatte lediglich eine gute Tormöglichkeit (60.). Bei seinen bisherigen drei EM-Endrunden konnte sich der mittlerweile 34-Jährige jeweils in die Torschützenliste eintragen. Bei vier Endrunden traf noch kein Spieler.

Hoolahan verwertet Coleman-Flanke

Die Offensivbemühungen der Iren wurden nach der Pause belohnt. Zunächst scheiterte der gut aufgelegte Hendrick mit einem Schuss an Isaksson. Kurz darauf führte eine perfekte Flanke von Seamus Coleman zum 1:0: Hoolahan traf den Ball per Dropkick aus elf Metern und erzielte damit den hochverdienten Führungstreffer für den WM-Viertelfinalisten von 1990. Der bis dahin aufmerksame schwedische Schlussmann wurde von dem perfekten Schuss überrascht.

Dann schlug doch noch die Stunde von Ibrahimovic: Seine Flanke von der Grundlinie köpfte der irische Innenverteidiger Clarke ins eigene Tor zum Ausgleich für die Schweden, die am Ende sogar noch auf den Sieg drängten.

dpa

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