Wen schickt Jogi Heim?

Magier Mull und seine Rolle bei der EM-Nominierung

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Seine Expertise ist gefragt: Team-Dc

Ascona - Wenn Bundestrainer Joachim Löw sich für den endgültigen Kader entscheidet, spielt auch Team-Doc Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt eine Rolle - vor allem mit Blick auf zwei nicht unwichtige Personalien.

Update vom 31. Mai 2016: Auf der DFB-Pressekonferenz um 12.30 Uhr im Trainingslager in Ascona gibt Bundestrainer Jogi Löw den finalen Kader für die EM 2016 bekannt. Wir berichten im Live-Ticker.

Am Dienstag ist der Tag der Entscheidung! Bis Mitternacht muss Jogi Löw sein 23-köpfiges Aufgebot für die EM an die Uefa melden, vier Spieler aus dem vorläufigen Kader muss der Bundestrainer noch streichen. Die endgültige Entscheidung trifft der 56-Jährige natürlich persönlich, doch ein Mann ist bei der Entscheidungsfindung ganz nah an seiner Seite: Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt.

„Wenn mir unser verantwortlicher Arzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt sagt, der oder der Spieler wird die nächsten Wochen nicht belastbar sein, richte ich mich danach“, erklärte Löw. Welche Akteure Jogi mit nach Frankreich nimmt, hängt also auch von der Mediziner-Ikone ab. Magier Mull – kriegt er alle Stars fit?

Im Fokus stehen dabei vor allem Bastian Schweinsteiger und Mats Hummels. Die beiden Weltmeister sind für das Teamgefüge und die Ordnung auf dem Platz fast unverzichtbar, laborieren momentan aber noch an Verletzungen. Schweinsteiger fällt seit Ende März mit einem Innenbandanriss im Knie aus, konnte im DFB-Trainingslager in Ascona in der vergangenen Woche aber schon wieder Laufeinheiten absolvieren und sogar mit dem Ball trainieren. Doch reicht das auch, um fit für das Turnier zu werden? Davon hängt viel ab, denn ein eventueller Ausfall würde auch die eventuellen Nominierungen der vier Youngster beeinflussen.

Kein Freifahrtschein für Schweinsteiger

„Wir werden alle Spieler noch mal durchgehen. Bastian war heute auf dem Platz und hat mit dem Ball gearbeitet“, sagte Löw am Sonntag, wollte dem Kapitän aber keinen Freifahrtschein geben: „Ich möchte bei den verletzten Spielern schon das Okay vom Arzt, dass es keine Risiken für die nächsten Wochen birgt.“

Die gilt es auch bei Hummels auszuschließen, der sich im Pokalfinale einen Muskelfaserriss in der Wade zuzog. Der Innenverteidiger konnte noch nicht trainieren, wurde aber rund um die Uhr behandelt. Mit einem Einsatz im ersten Spiel rechnet selbst Hummels nicht – wie schnell er fit wird, hängt von Mull und dessen Stab ab. Bei der Behandlung von Muskelverletzungen gilt er als Koryphäe, und Schweini vertraut dem langjährigen Bayern-Arzt seit jeher. Jetzt liegt das Schicksal der DFB-Invaliden in den magischen Händen von Mull.

sw

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