tz-Kolumne

Heinrich heute: Mia san sedier

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Nordirland gegen Wales war eher langweilig.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über teils eher langweilige EM-Spiele.

Der Verband der deutschen Anästhesisten hat den bisherigen Verlauf der EM begrüßt. Bei der Fußball-Narkose handele es sich um eine schonende Alternative zu Betäubungsmethoden wie Lachgas, Hypnose oder dem Hieb mit dem Vorschlaghammer. Das Motto der Euro lautet deshalb: „Mia san sedier.“ Man spricht nicht umsonst davon, dass die Spiele „über den Äther gehen“. Mit EM-Fußball lässt sich die Anästhesie sehr fein dosieren. Spiele wie Nordirland - Wales eignen sich zur örtlichen Betäubung, schwere Narkotika wie Kroatien - Portugal auch für die Vollnarkose. Allerdings ist Vorsicht geboten. Eine Überdosis Portugal kann dazu führen, dass der Patient nie mehr aufwacht – oder nur nach Verabreichung von 20 Bundesligaspielen ins Leben zurückkehrt. Das ZDF plant bereits, das Aufwachen nach EM-Spielen im Rahmen der Show „Wecken, dass..?“ zu übertragen.

Jörg Heinrich

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