tz-Kolumne

Heinrich heute: Die Uefa-Algebra

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Bei David Alaba (l.) & Co. muss gerechnet werden.

München - tz-Kolumnist Jörg Heinrich betrachtet in der Rubrik "Heinrich heute" die Sportwelt. Diesmal schreibt er über die EM-Rechnerei.

Endlich macht die EM richtig Spaß – unseren Kindern im Mathematikunterricht. Dort steht Algebra momentan ganz im Zeichen des Fußballs: „Wenn Österreich Island schlägt und als viertbester Dritter gegen den fünfbesten Zweiten spielt – treffen die Ösis dann im Viertelfinale auf den achtbesten Ersten, und gilt das auch, wenn es regnet?“ Der EM-Modus gibt Rätsel auf: Was werfen Funktionäre ein, die sich solche Regeln ausdenken? Und was passiert, wenn zwei viertbeste Dritte tor- und punktgleich sind? Antwort: Dann zählen die gelben Karten. Sind die auch gleich, darf Holland als Joker ins Turnier eingreifen. Wenn die Holländer keine Lust haben, wird der Achtelfinalplatz höchstbietend versteigert. Die Gebote sind in einem Umschlag einzureichen und dienen einem guten Zweck, nämlich der Versorgung der Uefa-Funktionäre mit halluzinogenen Pilzen.

Jörg Heinrich

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