Fußball-WM

England siegt - Olympia-Ticket für DFB-Frauen

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Fara Williams und Lucy Bronze (12) aus England jubeln.

Ottawa - Ein weiteres Teilziel bei der WM in Kanada ist erreicht. Dank Englands WM-Achtelfinalsieg gegen Vize-Europameister Norwegen freuen sich die DFB-Frauen schon jetzt über ihre Olympia-Teilnahme.

Die deutschen Fußballerinnen haben ihre Teilnahme an den Olympischen Spielen im kommenden Jahr in Rio de Janeiro sicher. Dank des 2:1 (0:0)-Sieges der Engländerinnen im WM-Achtelfinale gegen Norwegen löste die DFB-Elf am Montagabend (Ortszeit) ohne eigenes Dazutun das Olympia-Ticket und kann sich auf Brasilien freuen. Auch Frankreich gehört schon vor dem WM-Viertelfinalduell der beiden Top-Nationen am kommenden Freitag (22.00 Uhr/ZDF und Eurosport) zu den drei besten europäischen Teams und steht damit als Olympia-Teilnehmer fest. Ansonsten hätte es Freitag ein echtes Endspiel der Kontrahenten um Olympia gegeben.

„Wir freuen uns sehr, dass dieses Etappenziel erreicht ist. Allerdings verlieren wir deshalb unseren Titeltraum und die Konzentration auf das Viertelfinale gegen Frankreich nicht aus den Augen“, sagte DFB-Managerin Doris Fitschen zur Olympia-Teilnahme.

Auch die Niederlande kann sich am Dienstag mit einem Sieg über Weltmeister Japan die Fahrkarte nach Brasilien sichern. England kam im Vorhinein nicht für Olympia infrage, weil dort anders als im Fußball nur ein Team aus Großbritannien startberechtigt ist.

Solveig Gulbrandsen schoss die favorisierten Norwegerinnen im Lansdowne-Stadion in der 54. Minute gegen England in Führung. Doch die englische Spielführerin Steph Houghton (61.) und Lucy Bronze (76.) mit einem Sonntagsschuss aus 16 Metern in den Winkel drehten den Spieß um und schossen die „Three Lionesses“ ins WM-Viertelfinale. Dort treffen sie am kommenden Samstag in Vancouver auf Gastgeber Kanada.

Mit der geschafften Olympia-Teilnahme, die sie 2012 in London verpasst hatten, fällt den deutschen Frauen eine kleine Last von den Schultern. „Man hat das natürlich im Hinterkopf“, hatte Torhüterin Nadine Angerer vor einigen Tagen betont. Nun ist wieder ein Etappenziel erreicht und die ganze Konzentration kann dem kommenden Gegner Frankreich gelten: „Das wird eine harte Nuss“, sagte Stürmerin Celia Sasic. Die 26-Jährige hat eine französische Mutter, der Vater stammt aus Kamerun. So sind Partien gegen die Französinnen für Sasic stets etwas Besonders. „Ich habe ja noch viele Verwandte in Frankreich, die ich regelmäßig besuche. Aber wenn wir gegen sie spielen, hält meine Mutter immer zu mir.“

USA nach 2:0 gegen Kolumbien im Viertelfinale

Die Fußballerinnen der USA sind dank Alex Morgan und Carli Lloyd ins WM-Viertelfinale eingezogen. Das Team des zweimaligen Weltmeisters besiegte im Achtelfinale am Montagabend (Ortszeit) Kolumbien trotz Anlaufschwierigkeiten verdient mit 2:0 (0:0) und trifft in der Runde der letzten Acht am Freitag in Ottawa auf China.

Die 25 Jahre alte Morgan (53.) hatte das US-Team in Führung geschossen, Lloyd (66.) machte den Erfolg per Foulelfmeter gegen den fast eine Hälfte lang in Unterzahl agierenden WM-Neuling aus Südamerika perfekt. Kurz nach der Pause hatte Starstürmerin Abby Wambach (49.) einen Strafstoß vergeben. Morgan war auf der Strafraumgrenze von der kolumbianischen Torhüterin Catalina Perez von den Beinen geholt worden, die für die Notbremse die Rote Karte sah.

dpa

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