Champions League

Glückliche Rückkehrer bei Dortmunds 1:1

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Ciro Immobile jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 für Borussia Dortmund. Foto: Marius Becker

Dortmund - Die Rückkehrer waren nach langer Leidenszeit einfach nur glücklich, und Torschütze Ciro Immobile bekam ein dickes Lob von Trainer Jürgen Klopp.

"Ciro ist ein richtiger Stürmer, er bleibt immer torgefährlich. Er ist ein Kämpfer und entwickelt sich gut", sagte der Coach von Borussia Dortmund nach dem 1:1 (0:0) gegen den RSC Anderlecht im letzten Gruppenspiel der Champions League. Damit startet der westfälische Fußball-Bundesligist zum dritten Mal nacheinander als Gruppensieger ins Achtelfinale der Königsklasse.

Immobile sorgte mit seinem vierten Treffer im fünften Champions-League-Spiel für die Führung der Gastgeber (58. Minute). "Jetzt werde ich versuchen, auch in der Bundesliga zu treffen", sagte der Italiener. Am Ende ging fast unter, dass der lange verletzte Jakub Blaszczykowski erstmals nach 318 Tagen wieder zum Einsatz kam. Klopp wechselte "Kuba" in der 84. Minute ein, und der Pole konnte die letzten Minuten richtig genießen. "Auf dieses Glücksgefühl habe ich lange gewartet", gestand der 28-Jährige nach seinem Kurz-Comeback.

Auch der lange verletzte Nuri Sahin kam zu seinem Startdebüt in dieser Saison. "Das Leiden hat ein Ende", sagte er, "ich habe versucht, es zu genießen." Nun kann die ganze Mannschaft entspannt der Auslosung am kommenden Montag entgegensehen. Nach dem Happy End in der Vorrunde der Königsklasse hat sich der in der Bundesliga abgestürzte deutsche Vizemeister auch Selbstvertrauen für den Abstiegskampf geholt. "13 Punkte sind eine Marke. Das ist richtig gut", stellte Klopp im TV-Sender Sky zufrieden fest.

Den aus BVB-Sicht unnötigen Ausgleich markierte Aleksandar Mitrovic (84.). Vor 65 851 Zuschauern war das auf sechs Positionen umgestellte Borussen-Team fast die gesamte Spielzeit überlegen, tat sich aber gegen die konterstarken Belgier schwer. Größtes Problem war die Chancenverwertung, dennoch gab es Lob vom Trainer. "Wie die Jungs das gemacht haben, war das in Ordnung", sagte Klopp. "Das Gegentor hätte nicht sein müssen. Aber am Ende haben die Kräfte gefehlt."

Was wird aus Roman Weidenfeller?

Dass Klopp erneut Mitchell Langerak für Weltmeister Roman Weidenfeller zwischen die Pfosten stellte und der Australier eine fehlerlose Partie lieferte, dürfte nach dem 1:1 (0:0) gegen den RSC Anderlecht allenfalls an den Biertischen für weiteren Gesprächsstoff sorgen, nicht jedoch intern, wie Langerak glaubhaft versicherte.

"Ich habe keine Ahnung, wie es weitergeht. Aber Roman ist die Nummer eins und ich die Nummer zwei. Wenn ich einmal 40 Spiele hintereinander gemacht habe, dann kann ich sagen: Jetzt bin ich die Nummer eins", ließ der 26-Jährige wissen. Weidenfeller habe ihm erneut vor dem Spiel viel Glück gewünscht, alles sei in Ordnung.

Ob Langerak auch eine Option für die erste K.o.-Runde ist, deren Paarungen am kommenden Montag (12.00 Uhr) ausgelost werden, zeichnet sich noch nicht ab. Fest steht indes, dass der BVB bei der dritten Achtelfinal-Teilnahme in Folge auf einen Gruppenzweiten treffen wird und sich mit Gruppenplatz eins das wichtige Heimrecht im Rückspiel sicherte.

dpa/sid

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