Testspiele der Bundesligisten

HSV, Frankfurt und Darmstadt blamieren sich

Ivica Olic Sebastian Schuppan
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Noch nicht in Bundesligaform: Der Hamburger SV um Ivica Olic (l.) unterlag gegen Zweitliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld (hier: Sebastian Schuppan).

München - Bei vielen Bundesligisten ist noch Sand im Getriebe. Der HSV, Frankfurt und Darmstadt unterliegen Testspielgegnern aus 2. oder 3. Liga. Der FC Bayern, Bremen und Köln schlagen internationale Konkurrenten.

Viele Bundesligaklubs sind vier Wochen vor dem Bundesligastart noch auf der Suche nach ihrer Form. Während der Hamburger SV, Eintracht Frankfurt und der SV Darmstadt 98 gegen unterklassige Gegner Niederlagen kassierten, mühten sich Werder Bremen und der 1. FC Köln zu Siegen gegen internationale Konkurrenten. Der FC Bayern München feiert in China einen souveränen Sieg.

Eine Woche nach dem Prestigeerfolg beim hochkarätig besetzten Vorbereitungsturnier erlitt der HSV bei Arminia Bielefeld einen herben Dämpfer. Beim Zweitliga-Aufsteiger kassierte der Bundesliga-Dino eine verdiente 0:2 (0:1)-Niederlage und offenbarte dabei in allen Mannschaftsteilen Probleme.

Bielefelds Kapitän Fabian Klos brachte die Gastgeber, die zum Zweitliga-Auftakt am kommenden Wochenende in Hamburg beim FC St. Pauli antreten, in der 42. Minute verdient in Führung. Für die Entscheidung sorgte Bielefelds erst drei Tage zuvor verpflichteter Neuzugang Brian Behrendt in der 81. Minute.

Castaignos trifft erneut für Frankfurt

Frankfurt musste im dritten Testspiel die erste Niederlage nach der Sommerpause einstecken. Bei Zweitligist 1. FC Heidenheim unterlag das Team von Trainer Armin Veh 1:2 (1:0). Unmittelbar vor dem Pausenpfiff gelang Neuzugang Luc Castaignos die Führung für die Hessen. Für den Niederländer war es im dritten Spiel bereits der dritte Treffer für seinen neuen Klub.

Heidenheims neuer Abwehrspieler Arne Feick traf in der 65. Minute zum Ausgleich, ehe der frühere Aalener in der 72. Minute auch für die Entscheidung sorgte und den Hausherren somit eine gelungene Generalprobe für den Saisonstart am kommenden Wochenende bei 1860 München bescherte.

Darmstadt schenkt 2:0-Führung her

Die Fans des SV Darmstadt 98 müssen derweil für die kommende Bundesligasaison das Schlimmste befürchten. Im Rahmen seiner offiziellen Saisoneröffnung kassierte der Aufsteiger gegen Drittligist Rot-Weiß Erfurt eine 2:3 (1:0)-Niederlage und musste damit im vierten Test nach der Sommerpause erstmals als Verlierer das Feld verlassen.

Jan Rosenthal (22.) und Neuzugang Konstantin Rausch (50.) hatten die Lilien, die zum Saisonauftakt am 15. August auf Hannover 96 treffen, 2:0 in Führung gebracht. Mario Erb (54.), Sebastian Szimayer mit einem verwandelten Foulelfmeter (73.) und Neuzugang Pablo Pigl mit dem Abpfiff drehten dann die Partie zugunsten der Thüringer.

Werder bleibt ungeschlagen

Völlig souverän hat dagegen der FC Bayern seine erste Prüfung auf der China-Reise gemeistert. Gegen den FC Valencia gewann der Meister im Pekinger Olympia-Stadion locker mit 4:1 (2:1).  Thomas Müller (16./ 45.+1), Thiago (54.) und Robert Lewandowski (69.) trafen bei einem Gegentor von Rodrigo (27.).

Werder Bremen bleibt in der Vorbereitung auf die neue Saison ungeschlagen. Beim 2:0 (1:0) gegen den tschechischen Erstligisten FC Brünn feierte die Mannschaft von Trainer Viktor Skripnik in Zell am Ziller ihren sechsten Sieg im siebten Spiel. Für Werder, das sich noch bis zum 19. Juli im Trainingslager in Österreich für die neue Spielzeit fit macht, traf ausgerechnet der Tscheche Theodor Gebre Selassie in der 32. Minute zum 1:0. Fin Bartels machte in der 68. Minute den Erfolg der Norddeutschen perfekt.

Spielunterbrechung bei Kölner Testkick

Der 1. FC Köln gewann auch ohne seinen prominenten Neuzugang Leonardo Bittencourt sein viertes Testspiel. Beim polnischen Zweitliga-Absteiger GKS Tychy mühten sich die Rheinländer aber zu einem unter dem Strich verdienten 1:0 (1:0). Sekunden vor dem Pausenpfiff traf Kazuki Nagasawa zum 1:0 für die Geißböcke. Zuvor hatte Matthias Lehmann in der 29. Minute per Foulelfmeter die Führung vergeben.

Nach einer Viertelstunde war die Partie für einige Minuten unterbrochen worden, weil einige der 15. 000 polnischen Fans im ausverkauften Stadion Pyrotechnik entzündet hatten und Nebelschwaden auf dem Platz den Spielern und den Unparteiischen die Sicht nahmen. Noch am Samstagabend reiste der Kölner Tross weiter ins Trainingslager nach Kitzbühel.

SID/mol

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