DFB-Pokal

BVB feiert Erfolg, Blamage für Hertha und Hannover

+
Der BVB jubelt.

Berlin - Fußball-Bundesligist Hannover 96 hat sich in der 2. Runde des DFB-Pokals blamiert und gegen den Zweitliga-Vorletzten VfR Aalen verloren. Außerdem ist auch für den Karlsruher SC und für Hertha BSC Schluss.

Hannover 96 blamierte sich in Aalen, für Hertha BSC bleibt der Traum vom „Finale daheim“ weiter unerfüllt: In der zweiten Runde des DFB-Pokals schieden bereits der insgesamt sechste und siebte Bundesligist aus.

Wiktor Skripnik führte dagegen Werder Bremen bei seinem Debüt als Cheftrainer erstmals seit fünf Jahren ins Achtelfinale. Der krisengeschüttelte Vizemeister Borussia Dortmund fand abseits der Bundesliga in die Erfolgsspur zurück. Und der 1. FC Köln zitterte sich in Unterzahl im Elfmeterschießen weiter.

Die Hannoveraner, die am Samstag den BVB noch in die größte Krise seit 27 Jahren geschossen hatten, unterlagen beim Zweitliga-Vorletzten VfR Aalen nach indiskutabler Leistung mit 0:2 (0:1). Berlin verpasste mit dem 2:4 im Elfmeterschießen gegen den Drittliga-Spitzenreiter Arminia Bielefeld erneut vorzeitig das Finale im Olympiastadion. Nach 120 Minuten hatte es 0:0 gestanden.

Drei Tage nach der Trennung von Robin Dutt feierte das sieglose Bundesliga-Schlusslicht aus Bremen mit 2:0 (1:0) beim Drittligisten Chemnitzer FC den zweiten Pflichtspielerfolg der Saison. Der BVB hatte beim 3:0 (2:0) beim FC St. Pauli keine Probleme. Köln rettete sich nach der Roten Karte für Slawomir Peszko (71.) mit einem 0:0 ins Elfmeterschießen und siegte mit 4:1.

Für eine Überraschung sorgte auch Regionalligist Kickers Offenbach mit dem 1:0 (0:0) gegen den Zweitligisten Karlsruher SC. Im Zweitliga-Duell mit der SpVgg Greuther Fürth setzte sich der 1. FC Kaiserslautern souverän mit 2:0 (2:0) durch. Der VfL Bochum scheiterte mit 1:2 (1:1, 0:0) nach Verlängerung am Schalke-Bezwinger Dynamo Dresden.

Hannover geriet vor 5448 Zuschauern durch ein Eigentor von Ceyhun Gülselam (24.) in Rückstand. Der Deutsch-Türke drückte den Ball nach einer Hereingabe von Andreas Ludwig über die eigene Torlinie. Michael Klauß (59.) besiegelte das Aus für 96.

Nach höhepunktarmen 120 Minuten fiel vor 23.098 Zuschauern auf der Alm die Entscheidung im Elfmeterschießen. Marc Lorenz sorgte mit seinem Treffer für die Entscheidung. Alexander Schwolow wehrte zwei Schüsse ab.

Werder hatte vor 10.161 Besuchern zunächst Glück, als Anton Fink den Pfosten des Bremer Tores traf (28.). Drei Minuten später brachte Finn Bartels den Bundesliga-Letzten nach Zuspiel von Izet Hajrovic in Führung. Franco Di Santo sorgte kurz nach der Pause für die Vorentscheidung (49.).

Ciro Immobile (33.) und Marco Reus (44.) machten am Millerntor schon vor der Pause alles klar zugunsten des BVB. Zudem traf Shinji Kagawa (86.). Trainer Jürgen Klopp hatte sein Team nach der vierten Bundesligapleite in Folge auf gleich sechs Positionen verändert. Kölns Torhüter Timo Horn wehrte im Elfmeterschießen zwei Schüsse ab.

Matchwinner für Offenbach war Benjamin Pintol mit seinem Treffer in der 63. Minute. Die Hessen, die vor anderthalb Jahren wegen eines Insolvenzantrages in die vierte Liga mussten, sicherten sich damit eine Zusatzeinnahme von 540.000 Euro. Philipp Hofmann führte Kaiserslautern mit einem Doppelpack (12. und 23.) ins Achtelfinale. Für Dresden war Justin Eilers mit zwei Toren (61. und 94.) der Held des Abends.

Die Runde der letzten 16 wird am 3. und 4. März 2015 ausgetragen. Die Paarungen losen am Mittwochabend in der ARD U21-Trainer Horst Hrubesch und Tagesschau-Sprecherin Judith Rakers aus.

SID

auch interessant

Meistgelesen

So endete FSV Mainz 05 gegen FK Qäbälä
So endete FSV Mainz 05 gegen FK Qäbälä
HSV feuert Labbadia per Telefon - Gisdol als Nachfolger?
HSV feuert Labbadia per Telefon - Gisdol als Nachfolger?
Als Trainer zurück nach Deutschland? Das sagt Klopp
Als Trainer zurück nach Deutschland? Das sagt Klopp
Fieser Spruch über Schalke: Facebook-Shitstorm gegen Tim Mälzer
Fieser Spruch über Schalke: Facebook-Shitstorm gegen Tim Mälzer

Kommentare