Hillsborough-Katastrophe: Verantwortlicher gibt Lüge zu

Im April 2014 war beim 25. Jahrestag der Katastrophe die Trauer wieder allgegenwärtig. Foto: Peter Powell
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Im April 2014 war beim 25. Jahrestag der Katastrophe die Trauer wieder allgegenwärtig. Foto: Peter Powell

London (dpa) - Beinahe 26 Jahre nach der Katastrophe von Hillsborough hat der damals verantwortliche Polizist David Duckenfield zugegeben, über die Gründe, die zu der Katastrophe geführt hatten, gelogen zu haben.

Bei einem FA-Cup-Spiel zwischen dem FC Liverpool und Nottingham Forest waren am 15. April 1989 in einem überfüllten Tribünenblock 96 Fußball-Fans ums Leben gekommen.

Im Rahmen einer neuen seit Sommer laufenden Untersuchung sagte Duckenfield: "Jeder kannte die Wahrheit. Die Fans und die Polizei kannten die Wahrheit, dass wir die Tore geöffnet haben". Duckenfield gab im Zeugenstand zu, dass er seinerzeit aber gegenüber dem englischen Verband (FA) erklärt hatte, dass Liverpool-Fans selbst die Tore zur Tribüne geöffnet haben. Durch diese Maßnahme waren immer mehr Menschen in den Tribünenblock gelangt.

"Ich möchte mich bei den Familien entschuldigen", sagte Duckenfield. Er werde seine Lüge bis zum Ende seiner Tage bereuen. Zuvor hatte der 70-Jährige zugegeben, dass er aufgrund seiner geringen Erfahrung nicht der richtige Mann für den Job gewesen sei.

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