Hitzfeld: Xhaka einer wie Schweinsteiger

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Granit Xhaka (l.) beim Spiel gegen Bayern

Mönchengladbach - Granit Xhaka kommt mit den besten Empfehlungen. Das mit geschätzten 8,5 Millionen Euro teuerste Juwel in der Geschichte von Borussia Mönchengladbach ist für den Ottmar Hitzfeld ein echter Hochkaräter.

„Ich sehe große Ähnlichkeiten mit Bastian Schweinsteiger, den ich bei den Bayern mit 18 Jahren zu den Profis geholt habe“, sagte der Meistertrainer der Bild-Zeitung. Xhaka (19) selbst freut sich auf die Fohlen: „Gladbach ist ein fantastischer Verein.“

Bei seiner Vorstellung in Mönchengladbach am Montagmittag präsentierte sich der Neuzugang ganz entspannt. „Ich hoffe, dass ich mein Potenzial zeigen kann. Gladbach ist eine sehr starke Mannschaft“, sagte Xhaka, der zugab: „Ich habe zwischenzeitlich Angst gehabt, dass Basel zu viel Geld will und der Wechsel noch platzt.“

Angst, dass die hohe Ablösesumme eine Belastung für den im Kosovo geborenen Mittelfeldmann sein könnte, haben weder Xhaka selbst noch Hitzfeld. „Es ist keine Belastung. Der Verein bringt mir dadurch großes Vertrauen entgegen. Das Vertrauen will ich zurückzahlen. Ich habe ja schon in Basel auf internationalem Niveau bewiesen, dass ich Fußball spielen kann“, sagte Xhaka. Hitzfeld lobte den 1,86-m-Mann: „Granit ist extrem reif und hat gute technische Fähigkeiten. Er verfügt über hohe Spielintelligenz, liest das Spiel gut und reagiert stets richtig.“

Xhaka war ein Wunschspieler von Gladbachs Trainer Lucien Favre und hatte sich bereits frühzeitig trotz des Interesses anderer europäischer Top-Klubs für die Borussia entschieden. „Die Entscheidung ist mir nicht schwer gefallen. Favre ist dafür natürlich auch ein Grund“, sagte Xhaka. Er selbst sieht sich als „Sechser“ mit guter Technik und Übersicht.

Seine Ziele mit Mönchengladbach hat Xhaka bereits klar formuliert: „Ich bin nicht hier, um gegen den Abstieg zu spielen. Ich will in die Champions League, dafür werde ich in den beiden Quali-Spielen im August richtig Gas geben. Danach will ich eine gute Saison spielen. Das ist für mich ein Platz unter den ersten Fünf.“

Xhaka ist für Gladbachs Sportdirektor Max Eberl der erste Mosaikstein, um die Abgänge der Leistungsträger Dante (Bayern München), Roman Neustädter (Schalke 04) und Marco Reus (Borussia Dortmund) zu kompensieren. Entsprechend glücklich ist der Ex-Profi: „Wir haben ihn zwei Jahre intensiv beobachtet. Er passt perfekt in unser Konzept. Er hat sich für das Gesamtpaket Borussia entschieden. „ Eberl warnt allerdings vor Vergleichen mit Spielern wie Schweinsteiger: „Der hat auch vier, fünf Jahre gebraucht.“

Xhaka, der mit dem FC Basel den Titel in der Schweiz erfolgreich verteidigt hat und auch im Pokal triumphierte, hat bereits sieben Länderspiele für die Schweiz absolviert und 2009 mit dem U17-Team den WM-Titel gewonnen.

Am kommenden Samstag (18.00 Uhr/ZDF) trifft Xhaka mit der Schweizer Nationalmannschaft auf das deutsche Team, nach dem Saisonende steht Urlaub mit der Familie an. Die ist für den 19-Jährigen „ganz wichtig, aber Fußball ist fast noch wichtiger“. Die Borussia hat also ab sofort höchste Priorität.

sid

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