Hoffenheim-Coach poltert

"Wenn Guardiola den Schiri anfasst, wird nicht reagiert"

Markus Gisdol, Rafael Foltyn
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Hoffenheim-Trainer Markus Gisdol (l.) spricht mit dem Linienrichter Rafael Foltyn.

Sinsheim - Trainer Markus Gisdol von 1899 Hoffenheim hat nach dem 1:1 gegen Borussia Dortmund massive Kritik am Schiedsrichtergespann geübt.

„Wenn Guardiola zehnmal den Schiedsrichter anfasst und den Linienrichter umarmt und die Bibiana Steinhaus in Arm nimmt und ihr was ins Ohr flüstert, egal was, dann wird nicht reagiert“, sagte Gisdol, der am Mittwoch in der zweiten Halbzeit der Bundesliga-Partie nach einer umstrittenen Entscheidung von Tobias Welz (Wiesbaden) auf die Tribüne geschickt worden war.

Gisdol klagte über eine Ungleichbehandlung im Vergleich zu Bayern Münchens Trainer Pep Guardiola. „Das kann ich nicht so stehen lassen, das sind zwei unterschiedliche Maßstäbe, die da angelegt werden“, sagte er erbost.

Gisdol monierte, dass Eduardo Vargas beim Stande von 1:0 für die TSG bei einem vielversprechenden Angriff klar nicht im Abseits gestanden habe. Der 46-Jährige hatte bei dem Pfiff die Contenance verloren. Zudem debattierte er zuvor ständig mit Wolfgang Stark, dem früheren WM-Referee und vierten Offiziellen, und regte sich regelmäßig über die Entscheidungen des Referees auf.

Gisdol sprach von einer „skandalösen Situation. Die Krönung ist dabei, dass der Linienrichter nach einer kurzen Berührung sofort seinem Chef schreit: Er hat mich angefasst! Schick ihn auf die Tribüne! Das ist eine Sache, die ich einfach nicht stehen lassen kann, weil es eine ganz extreme Situation ist, wo ein Schiedsrichter eingreift.“ Vielleicht habe Assistent Rafael Foltyn „eine Anfassphobie“. Die Hoffenheimer hatten allerdings auch Glück, dass Welz ein Handspiel von Jeremy Toljan im Strafraum nicht ahndete.

1899-Sportchef Alexander Rosen wetterte ebenfalls: „Das war eine katastrophale Schiedsrichter-Leistung. Stark für Welz wäre ein guter Wechsel gewesen.“

dpa

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