"Das kommt als Bumerang zurück"

Holland-Aus: Scholl macht van Gaal nieder

Mehmet Scholl
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ARD-Experte Mehmet Scholl sah in Holland-Trainer Louis van Gaal den Schuldigen für das WM-Aus gegen Argentinien.

Rio de Janeiro - Nach dem WM-Aus der Niederlande hat der ARD-Experte Mehmet Scholl schnell einen Schuldigen gefunden und schießt gegen Bonds-Coach Louis van Gaal.

Für Holland ist der große Traum vom WM-Finale gegen Deutschland geplatzt. Nach 120 torlosen Minuten folgte das Aus gegen Argentinien im Elfmeterschießen. ARD-Experte Mehmet Scholl sah den Grund dafür in der Taktik der Niederländer und schob damit Louis van Gaal mit harschen Worten den schwarzen Peter zu. Bereits nach dem Spiel der Brasilianer gegen Kolumbien hatte Scholl im TV ordentlich wegen der schlechten Schiedsrichterleistungen geschäumt, nun wurde der Bondscoach zur Zielscheibe des ehemaligen Bayern-Profis.

"Das kommt dann als Bumerang zurück"

Nach ihren offensiv starken Gruppenspielen, etwa dem fulminanten 5:1 gegen Spanien, setzte van Gaal in der K.o.-Phase auf eine Defensiv-Taktik mit einer Fünfer-Abwehrkette. "Sie haben während des Turniers ihre Art Fußball zu spielen verloren. Sie waren taktisch überladen, hatten pausenlos Angst den Ball nach vorne zu spielen", analysierte Scholl die Partie gegen Argentinien und sieht die Schuld beim Holland-Trainer: "Van Gaal wollte zeigen, dass er nicht nur den Fußball-Keks, sondern den allergrößten Fußball-Keks gegessen hat. Und dann kommt eben der Fußball-Gott oder die Argentinier und sagen: 'Ne, warte mal, bleib mal hier'", ätzt Scholl gegen den Ex-Trainer des FC Bayern. 

Und auch die Tatsache, dass das Aus nach Elfmeterschießen kam, wundert den ARD-Experten nicht. Dabei erinnert er an den Wechsel vor dem Elfer-Schießen im Viertelfinale gegen Costa Rica: "Der Torwart-Wechsel war eine absurde Story, dass ein Trainer und er ist eigentlich ein großartiger Trainer, da das ganz große Ding drehen will und das kommt dann als Bumerang zurück", kommentiert Scholl die verwandelten Elfmeter der Argentinier.

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Für die mit zunehmender Turnierdauer schlechter werdenden Leistungen der Holländer macht er den verschobenen Schwerpunkt verantwortlich: "Der Fokus lag nicht mehr auf den Spielern, nicht mehr auf der Mannschaft, auf dem Team, sondern der Fokus lag auf dem Trainer. Und der hat das sehr genossen", wirft Scholl Louis van Gaal vor.

mzl

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