HSV am Boden nach 0:1 gegen Hertha - Zinnbauer wackelt

Die Hamburger Ivica Olic (l) und Valon Behrami diskutieren nach dem Spiel auf dem Platz die Niederlage. Foto: Malte Christians
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Die Hamburger Ivica Olic (l) und Valon Behrami diskutieren nach dem Spiel auf dem Platz die Niederlage. Foto: Malte Christians

Pure Enttäuschung beim HSV nach dem sechsten Spiel ohne Sieg. Nach dem 0:1 gegen Hertha muss Trainer Zinnbauer um seinen Job zittern. Berlins Coach Dardai kann beruhigt seinem zweiten Job nachgehen.

Hamburg (dpa) - Klare Bekenntnisse klingen anders: HSV-Sportdirektor Peter Knäbel ist nach der 0:1 (0:0)-Heimniederlage gegen Hertha BSC in der Trainer-Frage ausgewichen.

Ob Josef Zinnbauer nach der Länderspiel-Pause in Leverkusen auf der Bank sitzt, ließ Knäbel offen: "Es ist abhängig von den Analysen, die wir in dieser Woche machen." Man habe keinen Zeitdruck. Der frühere U23-Coach Zinnbauer hatte Vorgänger Mirko Slomka erst Mitte September abgelöst.

Knäbel zeigte sich enttäuscht. "Das ist ein herber Rückschlag, das müssen wir erstmal verdauen", sagte er am Freitagabend. "Das Resultat bedeutet, dass wir unten drin sind und auch erstmal drinbleiben." Man werde sich nun zusammensetzen und die prekäre Situation nach sechs Spielen ohne Sieg analysieren.

Vor 53 640 Zuschauer reichte Hertha eine Standarsituation zum Sieg. Sebastian Langkamp köpfte in der 84. Minute das Siegtor für die Elf von Pal Dardai, die im Abstiegskampf mit 29 Zählern nun vier Punkte vor den Hamburgern auf Platz 13 rangieren. Neben den Punkten verlor der HSV auch Abwehrspieler Cleber wegen einer Gelb-Roten Karte.

Zinnbauer haderte mit dem Freistoß direkt nach der Situation: "Da fehlt uns ein zentraler Spieler." Eigentlich habe die Mannschaft mutig nach vorn gespielt. "Wenn Stieber seine zwei Fernschüsse ins Netz hämmert, haben wir hier Standing Ovations." Er könne der Mannschaft keinen Vorwurf machen, sagte der 44-Jährige.

Auch die Einwechslung von Pierre-Michel Lasogga brachte keine Impulse - der Ex-Herthaner kam kaum an den Ball. "Wir müssen kritisch sein, das ist nicht genug", sagte Innenverteidiger Johan Djourou. "Wir reden über den Trainer, aber wir Spieler müssen mehr machen. Wir machen keine Tore, das ist unser Problem."

Hertha-Coach Pal Dardai wirkte dagegen befreit. "Das war ein wahnsinnig wichtiger Schritt in die richtige Richtung", sagte der Ungar. Entscheidend sei jetzt, dass das nächste Heimspiel gegen Paderborn gewonnen werde, danach sei man aus dem Gröbsten raus.

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