Aggressiver Hamburger SV stoppt mit 0:0 Dortmunds Serie

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Die BVB-Siegesserie endete in Hamburg. Nur 0:0 gegen den HSV. Foto: Christian Charisius

Hamburg (dpa) - Mit aggressiver Abwehrarbeit hat der Hamburger SV die Siegesserie von Borussia Dortmund gestoppt. Nach zuletzt vier Erfolgen kamen die Dortmunder nur zu einem 0:0 gegen die abstiegsgefährdeten Norddeutschen.

In dem oft zerfahrenen Bundesliga-Spiel vor 57 000 Zuschauern in der ausverkauften Imtech Arena hatte der BVB am Samstag mehr vom Spiel, wurde in der Offensive aber ausgebremst.

Im Hinspiel war HSV-Trainer Josef Zinnbauer der erste Dreier beim 1:0 mit dem HSV gelungen. "Wir haben den HSV auf Distanz gehalten, aus unserer Überlegenheit aber nichts gemacht", sagte BVB-Coach Jürgen Klopp.

Zinnbauer konnte nach Verletzungen Valon Behrami, Ivica Olic und Cléber von Beginn an bringen. Besonders der Brasilianer war eine Verstärkung in der Abwehrzentrale. Ein Ellenbogen-Check von Behrami an Henrikh Mchitarjan sorgte hinterher noch für Zündstoff.

"Das war eine Rote Karte", sagte Klopp. Zinnbauer sah das anders: "Er hat lange nicht auf dem Platz gestanden, die Koordination war noch nicht so da."

Für den gesperrten Matthias Ostrzolek kam Heiko Westermann zunächst als Linksverteidiger ins Team. Cleber ersetzte den verletzten Slobodan Rajkovic und bekam mit dem agilen Pierre-Emerick Aubameyang gleich viel zu tun.

HSV-Ersatzkapitän Johan Djourou verletzte sich früh an der Hüfte. Dafür kam Youngster Ronny Marcos in der 18. Minute, Westermann ging in die Zentrale und machte ein richtig gutes Spiel. "Das war ein Schritt nach vorn, auch wenn wir nicht ganz zufrieden sind, weil mehr drin gewesen wäre", sagte Westermann.

Nach Adduktorenproblemen, die einen Einsatz im Pokal in Dresden verhindert hatten, konnten Aubameyang wie auch Marco Reus nach seinem Pferdekuss spielen. BVB-Coach Jürgen Klopp brachte auch Mkhitaryan und Roman Weidenfeller wieder. Jakub Blaszczykowski, Mitchell Langerak, Sebastian Kehl und Ciro Immobile rotierten raus.

Die ersten guten Chancen verzeichnete der HSV durch Mohamed Gouaida (19./26.), doch Weidenfeller war zur Stelle. In rasantem Tempo konterten die Borussen und hätten durch Aubameyang (28.) in seinem 50. Bundesliga-Spiel in Führung gehen können. Der gut aufgelegte Torhüter Jaroslav Drobny war zur Stelle. Der BVB versuchte es immer wieder mit hohen Bällen, doch die Hamburger Abwehr war zur Stelle. Nach seiner fünften Gelben Karte nach einem Foul an Reus fehlt der agile Nicolai Müller nächste Woche in Hoffenheim.

Nach der Pause hatten die Gäste erneut mehr Ballbesitz, schlugen aber kein Kapital aus den Schüssen des eingewechselten Kevin Kampl (55.) und Reus. Auch der Kopfball von Aubameyang (62.) ging nur knapp daneben. Im Gegenzug konnte Weidenfeller nur mit beiden Fäusten einen 30-Meter-Freistoß von Zoltan Stieber abwehren.

Der HSV tat danach nur noch wenig für das Aufbauspiel. Erst in der 82. Minute brachte Zinnbauer Rafael van der Vaart, der aber außer einem heftigen Wortgefecht mit Neven Subotic keine Impulse mehr setzen konnte.

Vor der Partie brach der HSV-Vorstandsvorsitzende Dietmar Beiersdorfer eine Lanze für Zinnbauer: "Er ist sehr hochtourig unterwegs, das ist so. Das schätzen wir auch. Es ist natürlich nicht so einfach, die Spiele und die Punkte zu holen."

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 32,1 - 67,9

Torschüsse: 4 - 12

gew. Zweikämpfe in %: 47,6 - 52,4

Fouls: 23 - 12

Ecken: 1 - 7

Quelle: optasports.com

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