HSV-Coach über DFB-Pokal-Los

Slomka: FC Bayern "ist sicher der schwerste Gegner"

Mirko Slomka
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HSV-Coach Mirko Slomka

Hamburg/München - Die zweite Runde des DFB-Pokals verspricht Spannung. Der FC Bayern muss gegen den Hamburger SV ran. HSV-Coach Mirko Slomka kann sich darüber nicht freuen.

Wirklich freuen konnte und wollte sich Mirko Slomka über das vermeintliche Traumlos nicht. „Das ist sicher der schwerste Gegner“, sagte der Trainer des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV, „eine große Herausforderung.“

Mehr als neun Wochen vor dem Pokal-Kracher gegen Titelverteidiger Bayern München spielte Slomka daher schon auf Zeit: „Bis dahin werden wir hoffentlich einen Schritt weiter sein, um den Bayern Paroli bieten zu können.“

Erst am 28./29. Oktober werden die 16 Begegnungen in der zweiten Runde des DFB-Pokals ausgespielt, ein trotzdem viel zu frühes Aus müssen die Hanseaten wohl oder übel einplanen. Denn ob dem HSV nach seiner Horrorsaison mit dem Beinahe-Abstieg gegen den „FC Übermacht“ der von Slomka erhoffte „eine Schritt“ genügen wird, darf zumindest bezweifelt werden.

Immerhin: Der „ewige“ Nord-Süd-Hit wird die Vereinskassen nochmal füllen. Rund 250.000 Euro sind allein für den Einzug in die zweite Runde garantiert, hinzukommen die wahrscheinlich üppig ausfallenden Zuschauereinnahmen. Dass die Partie auch im öffentlich-rechtlichen Fernsehen übertragen wird, scheint mangels ähnlich attraktiver Paarungen ebenfalls sicher.

Denn neben dem Duell zwischen dem HSV und den Bayern ermittelte die mexikanische Fernsehmoderatorin Vanessa Huppenkothen am Samstag als Losfee bei Sky nur noch ein Erstliga-Duell: Eintracht Frankfurt bekommt es dabei mit Borussia Mönchengladbach zu tun.

„Gladbach ist sicherlich mehr als ein einfacher Gegner“, sagte Frankfurts Trainer Thomas Schaaf, der mit seinem ehemaligen Verein Werder Bremen den Pokal gleich dreimal (1999, 2004, 2009) gewonnen hatte. „Ich freue mich aber natürlich, dass wir ein Heimspiel gezogen haben.“

Bis auf 1899 Hoffenheim (gegen Zweitligist FSV Frankfurt) und den VfL Wolfsburg (gegen Zweitligist 1. FC Heidenheim) kommt kein weiterer Erstligist in diesen Genuss. Vorjahresfinalist Borussia Dortmund beispielsweise reist zum Zweitligisten FC St. Pauli. St. Pauli-Coach Roland Vrabec äußerte: „Es ist ein fantastisches Los für uns. Dortmund ist mit die beste Mannschaft, die man bekommen kann. Es ist ein ganz tolles Los und wir freuen uns wahnsinnig auf die Aufgabe.“

Überraschungspotenzial besitzen allerdings eher andere Paarungen, nachdem in Runde eins gleich fünf Bundesligisten ausgeschieden waren. Bayer Leverkusen etwa bekommt es mit dem Regionalligisten 1. FC Magdeburg zu tun. „Magdeburg hat gegen Augsburg gewonnen, das verdient Respekt. Sie haben ein tolles Stadion, tolle Zuschauer. Das wird ein heißer Kampf“, prophezeite Bayer-Sportchef Rudi Völler bei Sky.

Für Werder Bremen, das zum ersten Mal seit vier Jahren in der zweiten Runde steht, könnte Drittligist Chemnitzer FC zum Stolperstein werden. Die Sachsen hatten zum Auftakt Bundesligist 1. FSV Mainz aus dem Wettbewerb geworfen, Bremens Trainer Robin Dutt aber sagte: „Wir wollen uns unbedingt für die dritte Runde qualifizieren.“

Selbstverständlich will das auch Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Köln. Ein Spaziergang dürfte die Partie beim einstigen Erstligarivalen MSV Duisburg aber nicht werden. „Ein schönes Duell mit einem Traditionsverein“, kommentierte Kölns Trainer Peter Stöger das Los: „Es wird für uns sicher eine schwierigere Partie als in der ersten Runde.“

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Für die Sieger geht es auf dem Weg zum Finale in Berlin (30. Mai 2015) erst im kommenden Jahr weiter. Am 3./4. März 2015 finden die Achtelfinals statt - Spannung wird auch dann wieder garantiert sein. - Die Auslosung im Überblick:

1. FC Magdeburg - Bayer Leverkusen

Chemnitzer FC - Werder Bremen

Arminia Bielefeld - Hertha BSC

Kickers Offenbach - Karlsruher SC

Dynamo Dresden - VfL Bochum

MSV Duisburg - 1. FC Köln

Würzburger Kickers - Eintracht Braunschweig

1860 München - SC Freiburg

Hamburger SV - Bayern München

1899 Hoffenheim - FSV Frankfurt

VfR Aalen - Hannover 96

1. FC Kaiserslautern - SpVgg Greuther Fürth

VfL Wolfsburg - 1. FC Heidenheim

RB Leipzig - Erzgebirge Aue

FC St. Pauli - Borussia Dortmund

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach

SID

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