HSV erhöht Sicherheit vor Dortmund-Spiel

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Der Hamburger SV spielt am Freitagabend gegen Borussia Dortmund. Foto: Angelika Warmuth

Der HSV erhöht vor dem Freitagsspiel gegen Dortmund die Sicherheitsmaßnahmen. Vor der ausverkauften Partie soll es zwei Gedenkminuten im Volkspark geben. Labbadia zeigte sich betroffen.

Hamburg (dpa) - Verstärkte Einlasskontrollen, deutlich mehr Ordner und zwei Gedenkminuten soll es beim Auftaktspiel des 13. Bundesliga-Spieltages zwischen dem Hamburger SV und Borussia Dortmund geben.

Vor der mit 57 000 Zuschauern ausverkauften Partie am Freitagabend wird der Opfer der Anschläge von Paris und des verstorbenen Altkanzlers Helmut Schmidt gedacht. An normalen Spieltagen variiert die Zahl der Ordner zwischen 400 und 600.

Diesmal sollen es deutlich mehr sein. "Ich bitte um Verständnis, dass wir unsere Maßnahmen nicht offenlegen können und wollen", sagte Mediendirektor Jörn Wolf bei einer Pressekonferenz. Erstmals gab es sogar Taschenkontrollen vor dem Medientermin in der Geschäftsstelle.

"Das Feedback der Fans ist positiv, wir werden natürlich die Anzahl der Ordnungskräfte deutlich erhöhen", betonte Wolf, der einen sensiblen Umgang der Medien mit dem Thema anmahnte. Der HSV arbeitet eng mit den Behörden in der Hansestadt zusammen und erwartet nicht, dass die verstärkten Leibesvisitationen zu Verzögerungen beim Einlass ins Stadion führen. Es sei auch eine Anweisung der Behörden, keine Details zu nennen. Parallel findet am Abend ein Konzert der deutschen Band Unheilig in der benachbarten Arena statt. Verkehrsprobleme werden erwartet.

Die Hamburger Polizei bezeichnete die Sicherheitslage in der Hansestadt als unverändert. Wie seit einigen Monaten schon gebe es eine abstrakte Gefährdungslage, sagte Polizeisprecher Timo Zill. "Wir haben aber keine konkreten Hinweise auf eine besondere Gefährdung in Hamburg." Die Polizei sei dennoch besonders wachsam.

Bruno Labbadia findet es "absolut richtig, dass wir spielen". Der HSV-Coach zeigte sich betroffen von den Anschlägen in Paris: "Die Gedanken beschäftigen uns natürlich. Es ist das erste Mal, dass es dem Fußball so nahe kommt. Trotzdem lasse ich es nicht zu, dass ich mich einschränke."

Er versuche das Thema auszublenden und nicht groß mit der Mannschaft zu diskutieren: "Es ist nicht so, dass wir es verdrängen, aber jeder hat eine andere Art, es zu verarbeiten. Man muss die Angst und Bedenken auch mal ausblenden." Der Terror und seine Auswirkungen seien in den Medien präsent, er wolle es nicht noch größer machen, indem er es mit den Spieler lange diskutiere. Fußball solle generell Freude bringen. "Das versuchen wir den Fans am Freitag wieder nahezubringen."

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