Neuer Vorstandschef

HSV: Rückkehr von Beiersdorfer ist perfekt

Dietmar Beiersdorfer
+
Dietmar Beiersdorfer war bereits von 2003 bis 2009 als Sportchef für den HSV tätig.

Hamburg - Dietmar Beiersdorfer kehrt als großer Hoffnungsträger zum Hamburger SV zurück. Als Vorstandsvorsitzender soll er die Hanseaten wieder in bessere Zeiten führen. Auf den 50-Jährigen wartet viel Arbeit.

Die Rückkehr von Dietmar Beiersdorfer zum Hamburger SV ist perfekt. Wie der norddeutsche Fußball-Bundesligist am Mittwoch mitteilte, hat der frühere HSV-Profi und -Sportchef beim Club „einen langjährigen Vertrag“ als Vorstandschef unterzeichnet. „Für mich ist heute ein ganz besonderer und emotionaler Tag. Nach den spannenden letzten Wochen bin ich sehr stolz und glücklich, nunmehr konkret die Neuaufstellung des HSV mitgestalten zu können“, sagte Beiersdorfer. Der 50-Jährige hatte zuvor die Freigabe seines bisherigen Clubs Zenit St. Petersburg erhalten. Offiziell wird er seine Arbeit nach Eintragung der neuen HSV Fußball AG Anfang Juli aufnehmen.

Nach HSV-Angaben hatte sich der neue Hoffnungsträger mit dem designierten Aufsichtsratsvorsitzenden Karl Gernandt und weiteren Aufsichtsratskollegen zuvor auf ein gemeinsames Konzept zur Neugestaltung und zur Neuausrichtung des Profifußballs verständigt. Über die Modalitäten der Vertragsauflösung mit Beiersdorfers bisherigen Arbeitgeber in Russland wurde nichts mitgeteilt. Beiersdorfer habe sich „auf eine faire Vertragsaufhebung verständigt“, hieß es lediglich.

Wenn eine Ablösesumme gezahlt werden muss, sollte Mäzen Klaus-Michael Kühne für sie aufkommen. Den Unternehmer hatte Beiersdorfer in dessen Domizil auf Mallorca bereits kürzlich besucht. Nicht überliefert ist, ob Beiersdorfer den Milliardär davon überzeugt hat, mehr als die angekündigten 20 Millionen Euro als Startkapital in die neue Fußball-AG zu schießen.

Denn anders als bei seinem ersten Engagement 2002 muss Beiersdorfer an der Elbe mit einem ganz kleinen Budget wirtschaften. Der Etat muss von etwa 43 auf 38 Millionen Euro schrumpfen, Topverdiener wie Rafael van der Vaart (3,5 Millionen Euro Gehalt) wollen aber bleiben.

Mit Spannung wird die Entscheidung des neuen mächtigen Mannes beim HSV in der Frage des Sportdirektors erwartet. Darf Oliver Kreuzer bleiben? Der ehemalige Bayern-Verteidiger feilt seit Wochen am Kader, nun beendete auch Trainer Mirko Slomka seinen Urlaub, um mit Kreuzer die neue Mannschaft zusammenzustellen. Sollte Kreuzer gehen müssen, würde erneut eine Abfindung fällig. Schon Ex-Trainer Bert van Marwijk soll 1,5 Millionen Euro für die Auflösung seines Vertrages bekommen haben.

Bekannt ist, dass Beiersdorfer um Stürmer Pierre-Michel Lasogga kämpfen will. Er traf sich ebenso wie Kreuzer mit Mutter und Beraterin Kerstin Lasogga. Bis zum Wochenende soll sich der Berliner Leihspieler entscheiden.

Gedanken macht sich der Verein auch über die Torhüterposition, nachdem die Bandscheibenprobleme von Stammkeeper René Adler nicht besser werden. Zwar steht in Jaroslav Drobny ein erstklassiger Ersatz bereit, nach dem Karriere-Ende von Sven Neuhaus fehlt aber ein guter dritter Mann.

dpa

auch interessant

Meistgelesen

Mit Spannung erwartet: Was sagt Schweinsteiger?
Mit Spannung erwartet: Was sagt Schweinsteiger?
60 Mio. Euro pro Jahr! Wechselt der DFB den Ausrüster?
60 Mio. Euro pro Jahr! Wechselt der DFB den Ausrüster?
Frankfurt bleibt in 1. Liga - Sieg gegen Club in Relegation
Frankfurt bleibt in 1. Liga - Sieg gegen Club in Relegation
Bild berichtet: Not-OP an Netzers Herz!
Bild berichtet: Not-OP an Netzers Herz!

Kommentare