HSV siegt 2:1 - Schaafs Eintracht schlägt Bremen

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Daran kann man sich gewöhnen als HSV-Anhänger: Die Hamburger feiern den 2:1-Sieg vor der Kurve mit den Fans. Foto: Malte Christians

Hamburg (dpa) - Mit dem dritten Heimsieg nacheinander hat sich der Hamburger SV vorerst von den Abstiegsplätzen in der Fußball-Bundesliga verabschiedet. Die Hanseaten kamen zu einem hochverdienten 2:1 (1:0) gegen Mainz 05 und dürfen ein wenig aufatmen.

Im zweiten Sonntagsspiel feierte Thomas Schaaf mit Eintracht Frankfurt einen turbulenten 5:2 (1:1)-Heimsieg gegen Werder Bremen. Nach mehr als 40 Jahren in Diensten von Werder fügte Schaaf damit seinem Ex-Club eine herbe Niederlage zu und vergrößerte die Abstiegssorgen an der Weser.

Der Brasilianer Cleber (32.) mit seinem ersten Bundesliga-Tor und Kapitän Rafael van der Vaart (54.) per Handelfmeter machten den HSV-Sieg vor 45 968 Zuschauern perfekt. Spannend wurde es noch einmal kurz vor dem Ende, als Shinji Okasaki (89.) per Kopf mit seinem achten Saisontor der Anschlusstreffer gelang.

Vor allem in Sachen Einsatzbereitschaft und Willen waren die Hamburger den in allen Belangen enttäuschenden Gästen klar überlegen. Pechvogel der Rheinhessen war Nikolce Noveski. Ausgerechnet in seinem 250. Bundesliga-Spiel machte er das Tor von Cleber nach einer unglücklichen Abwehraktion möglich, den Elfmeter von van der Vaart verschuldete er durch ein Handspiel. Die Mainzer warten nun seit sechs Spielen auf einen Dreier und rücken bedrohlich nah an die Gefahrenzone heran. Nach dem 14. Spieltag haben sie mit 16 Zählern nur noch einen mehr als der HSV (15).

"Im Großen und Ganzen war es die kämpferische und die taktische Einstellung, die wir sehen wollten", sagte HSV-Coach Josef Zinnbauer im TV-Sender Sky, mochte sich aber nicht mehr lange mit dem Erfolg aufhalten und blickte auf den nächsten Gegner: "Jetzt das Spiel abschütteln. Jetzt ist Freiburg top."

"So kann man sehr schwierig Fußballspiele gewinnen. Da müssen wir einiges ändern", ärgerte sich Manager Christian Heidel und kündigte an: "Die Zügel werden jetzt angezogen." Er habe den Eindruck gehabt, "dass heute der HSV uns von Beginn an den Schneid abgekauft hat. Mit 80 Prozent kann man keine Spiele gewinnen. Das war heute zu wenig, eine Enttäuschung."

Für die Frankfurter schossen Top-Torjäger Alexander Meier (34. Minute/68.) mit seinen Saisontreffern neun und zehn, Haris Seferovic (52.), Stefan Aigner (76.) und Marc Stendera (80.) vor 46 800 Zuschauern den verdienten Sieg heraus. "Im Moment machen wir viel mehr Dinge richtig als noch vor ein paar Wochen", sagte Schaaf im TV-Sender Sky. Mit 21 Punkten liegen die Frankfurter jetzt auf Platz sieben. "Ich hoffe, dass wir das stabilisieren und unseren Weg gezielt weitergehen können", betonte der Eintracht-Trainer.

"Es war wichtig, dass wir in der zweiten Halbzeit ins Spiel gekommen sind. Da sind wir entschlossener in Richtung Tor gegangen, in der ersten Halbzeit war das noch etwas zaghaft", sagte Schaaf. Theodor Gebre Selassie (45.) und Luca Caldirola (79.) trafen für den Vorletzten aus Bremen.

Zudem mussten die Gäste den Ausfall von Torwart Raphael Wolf verkraften, der nach einem Zusammenprall mit Seferovic vor dessen Tor zum 2:1 verletzt vom Platz musste und durch den Österreicher Richard Strebinger ersetzt wurde. "Für mich war das ein klares Foul", sagte Werder-Geschäftsführer Thomas Eichin über die umstrittene Szene.

Wie emotional die Partie für Schaaf war, zeigte sich an seinen Reaktionen: Der 53-Jährige jubelte nach den Toren nicht wirklich und quittierte auch den Sieg mit eher stoischem Gesichtsausdruck.

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