Gute Hinrunde keine Garantie für den Klassenerhalt

FC Ingolstadt und SV Darmstadt spielen gegen Gesetz der Serie

Ralph Hasenhüttl, Dirk Schuster, FC Ingolstadt 04, SV Darmstadt 98, Aufsteiger
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Die beiden Aufstiegstrainer der vergangenen Saison: Ralph Hasenhüttl (l./FC Ingolstadt) und Dirk Schuster (SV Darmstadt 98).

Ingolstadt - Die Liste der Negativ-Beispiele ist lang. Der FC Ingolstadt und der SV Darmstadt 98 wollen dort am Ende der Saison aber nicht unbedingt auftauchen.

Jetzt kommt für die Aufsteiger FC Ingolstadt und der SV Darmstadt 98 erst die wahre Reifeprüfung. Geht es nach dem Gesetz einer Serie, die seit 2011 gilt, steigt einer von beiden in diesem Jahr wieder ab - nach nur einem Jahr in der Fußball-Bundesliga. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur glaubten 29 Prozent der Befragten, dass beide den Klassenverbleib schaffen. 27 Prozent stimmten dagegen, 44 machten keine Angaben.

Der FC Ingolstadt und der SV Darmstadt 98, Tabellen-11. und -13. vor dem Rückrundenauftakt an diesem Wochenende, wollen die Statistiker und Skeptiker mit Mut und Entschlossenheit überraschen. „Es wird nicht einfacher in der Rückrunde. Aber ich habe keine Angst davor“, sagte Ingolstadts Trainer Ralph Hasenhüttl: „Wir haben gute Jungs, die nach der Pause den notwendigen Hunger mitbringen, um sich den Aufgaben zu stellen.“

Kollege Dirk Schuster, der mit dem hessischen Bundesliga-Rückkehrer als erstes Team in die Vorbereitung zur zweiten Halbserie gestartet war, betonte: „Wir wissen, es wird ein langer, steiniger Weg, um unser großes Ziel zu erreichen.“

Liste der Negativ-Beispiele ist lang

Die Liste der Negativ-Beispiele, die nach nur einem Jahr sich wieder aus dem Oberhaus hatten verabschieden müssen, ist seit ein paar Jahren recht lang. 2010 stieg der FC. St. Pauli auf, 2011 stieg der Hamburger Kult-Kiez-Club schon wieder ab. 2011 stieg Hertha BSC auf, 2012 stieg der Hauptstadt-Club wieder ab. 2012 stiegen Greuther Fürth und Fortuna Düsseldorf auf, 2013 stiegen beide wieder ab. 2013 stieg Eintracht Braunschweig auf, 2014 stiegen die Niedersachsen wieder ab. 2014 stieg der SC Paderborn auf, 2015 stiegen die Ostwestfalen wieder ab.

Und gerade die Paderborner sollten beiden ein warnendes Beispiel sein. Platz zehn nach den ersten 17 Spielen, in der Winterpause vor zwölf Monaten durften die SC-Profis noch wohltuendes Lob und große Anerkennung genießen. Nach 19 Punkten in der Hin- zerstörten nur zwölf Punkte in der Rückrunde die Hoffnung auf ein weiteres Jahr in der 1. Liga.

Oder die Hertha: Elfter nach der Hinrunde der Saison 2011/2012, 20 Punkte. Mickrige elf Punkte in der Rückrunde ließen die Berliner auf den Relegationsrang abrutschen, das Duell mit dem damaligen Zweitliga-Dritten Fortuna Düsseldorf entschieden die Rheinländer für sich. Dass diese nach 21 Punkten in der ersten Halbserie und Platz 13 gerade mal auf neun Zähler in der Rückrunde kamen und mit Aufsteiger-Kollege SpVgg Greuther Fürth zusammen ein Jahr später auch wieder den Gang in die Zweitklassigkeit antreten mussten, machte diese leicht unheimliche Serie perfekt.

Ingolstadt zum Ende absteigend

Und auch Ingolstadt zeigte schon gegen Ende der Hinrunde leichte Schwächen. Nach 14 Punkten aus den ersten acht Partien in der neuen Liga holte das Team von Hasenhüttl aus neun Spielen nur noch sechs Punkte. Nur ein Tor aus den vergangenen vier Ligamatches sind auch keine echte Empfehlung. Am Samstag empfangen die daheim schwächeren Ingolstädter den FSV Mainz 05 antreten.

Darmstadt 98 muss bei Hannover 96 ran. Der Tabellenvorletzte steht noch deutlich mehr unter Druck als die Lilien. Allerdings müssen die Gäste fürchten, dass mit dem neuen Trainer Thomas Schaaf auch neuer Schwung ins Team der Niedersachsen kommt. Einen Sieg in Hannover konnte Darmstadt zuletzt am 1. September 1982 mit einem 2:1 feiern - in der 2. Bundesliga. Jetzt wird's ernst.

dpa

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