Duell der Aufsteiger

Ingolstadt gegen Darmstadt: Fußbruch, Tribünenverweis

Moritz Hartmann (l.) schoss den FC Ingolstadt mit einem Doppelpack zum Sieg. Foto: Andreas Gebert
+
Moritz Hartmann (l.) schoss den FC Ingolstadt mit einem Doppelpack zum Sieg. Foto: Andreas Gebert

Ingolstadt - Viel Kampf - und für Ingolstädter Verhältnisse viele Tore. Erstmals erzielt der Aufsteiger im Spiel drei Treffer. Hartmann wird gefeiert. Bitter ist der Abend trotzdem.

Drei Tore in einem Spiel - das gab es in der kurzen Bundesliga-Historie des FC Ingolstadt noch nie. Das 3:1 im Aufsteigerduell soll dem Tabellenachten aus Oberbayern noch mehr Schub geben. Die gute Stimmung trübt der Mittelfußbruch von Außenverteidiger Markus Suttner, der lange ausfällt. Der SV Darmstadt hadert mit der Niederlage nach Führung. Suttner, Doppeltorschütze Moritz Hartmann oder der auf die Tribüne verwiesener Ralph Hasenhüttl - mehrere Akteure prägen das intensive Spiel.

MORITZ HARTMANN: Zwei Treffer beim ersten Drei-Tore-Spiel der Ingolstädter gingen auf das Konto des 29-Jährigen. „Auf unserer internen Torjägerliste rücke ich natürlich jetzt ein ordentliches Stück nach vorne“, scherzte Hartmann nach seinem dritten Saisontreffer. Insgesamt haben die Oberbayern jetzt zehn Tore auf dem Konto.

MARKUS SUTTNER: Ist das bitter! Schon früh verletzt sich der Österreicher und muss mit einem Mittelfußbruch raus. Ein „Wermutstropfen“, wie Trainer Ralph Hasenhüttl betonte. „Das ist bitter, weil er sehr wichtig für uns ist.“ Bei Verletzungen dieser Art muss aber voraussichtlich mit einer Pause von vier bis sechs Monaten gerechnet werden.

ROBERT BAUER: Das Pech von Suttner verhalf Robert Bauer zu einem Glückstag. Der 20-Jährige wurde nach 16 Minuten eingewechselt und startete mit seinem Premierentreffer stark durch. „Viel schöner hätte ich mir diesen Tag nicht vorstellen können! Der Ball lag perfekt und ich hab ihn super getroffen“, sagte er als Torschütze zum 1:1 - bei allem Bedauern für den verletzten Teamkollegen.

RALPH HASENHÜTTL: In der Schlussphase musste der österreichische Coach auf die Tribüne. „Auf das Feld laufen beim Torjubel ist okay, sonst nicht. Das war nicht in Ordnung“, räumte Hasenhüttl ein. Bei der Vorgeschichte und dem Mittelfußbruch Suttners war die emotionale Aktion des Trainers aber auch verständlich.

DIRK SCHUSTER: Das hatte sich der frühere Teamkollege von Hasenhüttl aus Kölner Zeiten anders vorgestellt. „Wir haben es nach dem 1:0 leider versäumt, weiter sauber Fußball zu spielen“, sagte Schuster. „Es geht für uns nur darum, die Klasse zu halten.“

dpa

auch interessant

Meistgelesen

BVB vor nächstem Transfer-Hammer: Noch ein Ex-Bayern-Star?
BVB vor nächstem Transfer-Hammer: Noch ein Ex-Bayern-Star?
Wegen Amoklauf: Gomez musste Hochzeitsfeier verschieben
Wegen Amoklauf: Gomez musste Hochzeitsfeier verschieben
Transfer-Ticker: Sané-Entscheidung in dieser Woche   
Transfer-Ticker: Sané-Entscheidung in dieser Woche   
Heidel: Sané will im Sommer wechseln - aber wohin?
Heidel: Sané will im Sommer wechseln - aber wohin?

Kommentare