2. Bundesliga - Sonntagsspiele

FC Ingolstadt setzt sich mit Rekord an der Spitze ab

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Die Spieler des FCI bejubeln den entscheidenden Treffer von Lukas Hinterseer beim Sieg in Frankfurt.

Frankfurt - Der FC Ingolstadt hat einen neuen Zweitliga-Rekord aufgestellt und seinen Vorsprung an der Tabellenspitze ausgebaut. Im Tabellenkeller sieht's für den TSV 1860 München düster aus.

Der FC Ingolstadt hat die Gunst der Stunde genutzt und sich in der 2. Fußball-Bundesliga mit einem Rekord abgesetzt. Die Ingolstädter siegten am Sonntag beim FSV Frankfurt mit 1:0 (1:0) und bleiben damit als erste Zweitliga-Mannschaft in 18 Auswärtsspielen hintereinander ungeschlagen.

In der Tabelle thront der FCI nun mit vier Punkten Vorsprung an der Spitze. Das Team von Trainer Ralph Hasenhüttl profitierte auch davon, dass sich im Verfolgerduell der 1. FC Heidenheim und der 1. FC Kaiserslautern (1:1) gegenseitig die Punkte weggenommen hatten. Dieses Unentschieden für sich nutzen will auch die Fortuna aus Düsseldorf, die am Montag (20.15 Uhr/Sky und Sport1) mit einem Sieg gegen den FC St. Pauli auf Platz zwei klettern kann.

Von den Aufstiegsrängen weiter entfernt denn je ist Traditionsklub 1860 München. Die Löwen präsentierten sich beim 1:4 (0:3) bei Erzgebirge Aue vor allem in der ersten Halbzeit wie ein Absteiger. Der vom Interims- zum Cheftrainer aufgestiegene Markus von Ahlen wirkte zeitweise fassungslos. Tabellenplatz 17 war der „Lohn“ für die schwache Vorstellung der Münchner.

Die Erzgebirgler aus Aue kletterten dagegen dank des dritten Heimsieges in Folge auf einen Nicht-Abstiegsrang. Auch der VfR Aalen konnte durch das 0:0 beim Karlsruher SC im Abstiegskampf punkten.

Für die Ingolstädter erzielte Lukas Hinterseer (19.) den umjubelten Siegtreffer. Die bislang letzte Niederlage des FCI auf fremdem Platz datiert vom 22. September 2013. Nach dem besten Saisonstart der Vereinsgeschichte darf der Klub nun plötzlich vom Aufstieg träumen, auch wenn das Team in Frankfurt spielerisch nicht glänzen konnte.

Ein richtiger Befreiungsschlag war bereits am Samstag Union Berlin geglückt. Die Eisernen setzten sich gegen den SV Sandhausen mit 3:1 durch und retteten ihrem Trainer Norbert Düwel damit wohl den Job. Allerdings musste der Coach seine Spieler in der Halbzeitpause beim Stand von 0:1 erst bei der Ehre packen.

„Der Trainer hat dort ein paar klare Ansagen gemacht“, verriet Mittelfeldspieler Christopher Quiring. Düwel, der bei einer weiteren Niederlage wohl seine Koffer hätte packen müssen, war erleichtert: „Die Mannschaft hat in der zweiten Halbzeit ein richtiges Feuerwerk abgebrannt.“

Davon war der ambitionierte Aufsteiger RB Leipzig beim 0:1 in Nürnberg gegen den Club weit entfernt. „Das war eine absolute Vollkatastrophe“, wurde Trainer Alexander Zorniger von Sport1 zitiert. Vor allem auf seine umjubelten Shootingstars um Yussuf Poulsen war Zorniger schlecht zu sprechen: „Ich nehme da meine gehypten jungen Spieler in die Pflicht.“

Bei Kaiserslautern trauerte man derweil dem verpassten Sprung an die Tabellenspitze hinterher. „Wir machen auswärts zu wenig aus unseren Gelegenheiten“, meinte FCK-Verteidiger Chris Löwe, der auch das Defensivverhalten beim 1:1-Ausgleich nur zwei Minuten nach der Führung kritisierte: „Das Gegentor darf natürlich nicht passieren.“

sid

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