Löwen verlieren in letzter Sekunde

Ingolstadt wieder Spitze - 1860 verliert in Überzahl

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Ingolstadts Lukas Hinterseer (2.vl.) springt neben Aues Rene Klingbeil (l), Aues Martin Männel (2.v.r) und Stipe Vukur (r) schauen zu.

Köln - Wenigstens für einen Tag können sich die Ingolstädter an der Spitze der Tabelle sonnen. Alle Spiele und alle Ergebnisse des heutigen Tages gibt's hier zum Nachlesen.

Der FC Ingolstadt hat sich zumindest vorübergehend wieder an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga gesetzt. Den Oberbayern reichte am Dienstag ein unbefriedigendes 1:1 (1:1) gegen Erzgebirge Aue, um am VfL Bochum vorbeizuziehen. Der Ruhrpott-Club trifft am Donnerstag auf Fortuna Düsseldorf. Greuther Fürth verbuchte vor eigenem Publikum beim 1:1 (0:1) gegen den VfR Aalen immerhin einen Teilerfolg auf seinem Weg nach oben. Der FC St. Pauli verließ die Abstiegsränge dank eines 1:0 (1:0) gegen Eintracht Braunschweig. 1860 München verlor beim SV Sandhausen spät noch mit 0:1 (0:0).

Drei Tage nach dem 1:1 im Bayern-Derby gegen die Sechziger fehlte es Ingolstadt im Duell mit Aue an der Zielgenauigkeit. Möglichkeiten hatte das Team von Coach Ralph Hasenhüttl genug - aber die Chancenverwertung war alles andere als aufstiegsreif. Immerhin konnte Lukas Hinterseer (22. Minute) die zwischenzeitliche Auer Führung durch Frank Löning (20.) innerhalb kürzester Zeit egalisieren. Allein Alfredo Morales vergab danach zweimal aus bester Lage (38./50.). „Wenn man sieht, woher wir kommen, dürfen wir den Kopf nicht hängen lassen und müssen weiter arbeiten“, kommentierte Kapitän Marvin Matip und stellte fest: „Ich bin trotzdem stolz auf meine Jungs.“

Für Fürth lief gegen Aalen vor allem zu Beginn nichts zusammen. Nach einer schlecht getimten Grätsche von Benedikt Röcker im Strafraum gab's schon nach drei Minuten Elfmeter für die Gäste; Torwart Wolfgang Hesl parierte den Versuch von Leandro. Beim 0:1 durch Alexander Ludwig (38.) war dann auch der Keeper machtlos, nachdem mehrere fränkische Verteidiger den Aalener Mittelfeldspieler nicht gestört hatten. Nach dem 1:1 durch Tom Weilandt (69.) und der umstrittenen Roten Karte gegen Aalens Dominick Drexler (70.) wäre in der Schlussphase noch ein Sieg drin gewesen. Dennoch: „Mit dem Ergebnis müssen wir zufrieden sein“, erkannte Stephan Fürstner.

St. Pauli überzeugte gegen Braunschweig mit großem Einsatz und der frühen Führung durch einen Kopfball von Lasse Sobiech. Einen Fallrückzieher von Florian Klinge verlängerte der Abwehrspieler nach einer Viertelstunde ins Netz. In einer intensiven Partie retteten die Hamburger den Vorsprung über die Zeit. Das Spiel habe gezeigt, „dass wir als Verein leben“, wie St. Paulis Co-Trainer Timo Schultz betonte.

Immer mehr in die Krise schlittern die Münchner „Löwen“. Nach dem glücklichen Remis im Bayern-Derby gegen Ingolstadt zum Start des Oktoberfests am Samstag fehlte es in Sandhausen erneut an Esprit und spielerischer Klasse. In Unterzahl verlor der TSV durch einen Treffer von Andrew Wooten in der Nachspielzeit verdient. Vorne sorgte einzig Torjäger Rubin Okotie ab und an für Gefahr. Großes Glück hatten die Münchner schon vor dem 0:1, als René Gartler freistehend die Riesenchance der Gastgeber aus kurzer Distanz leichtfertig vergab. Selbst mit einem Mann mehr auf dem Platz nach der Gelb-Roten Karte gegen Lukas Kübler (72.) blieben die „Löwen“ in der Offensive harmlos.

dpa

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