Ingolstadt weiter an der Spitze

Krawalle überschatten Spieltag der 2. Liga

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Spieler des FSV Frankfurt feiern den Treffer zum 2:0 - am Ende gewannen die Hessen 3:0 gegen den SV Sandhausen.

Berlin - Ingolstadt thront weiter an der Spitze, Düsseldorf und Kaiserslautern befinden sich im Aufwind, doch die heftigen Ausschreitungen im Südwestderby haben den 9. Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga überschattet.

Während der FC Ingolstadt die Tabellenführung durch ein 1:0 (0:0) gegen Eintracht Braunschweig verteidigte, haben die Krawalle rund um das Spiel zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem Karlsruher SC (2:0) die Frage nach der Sicherheit im Fußball neu aufgeworfen.

„Die Polizei ist fassungslos über die Gewaltbereitschaft beider Fanlager“, sagte Einsatzleiter Franz-Josef Brandt. Insgesamt 18 Verletzte, drei Festnahmen, gezündete Pyrotechnik, massiven Attacken auf die Sicherheitskräfte und Sachschäden listet der Polizeibericht auf. Die Beamten hatten laut des Berichts „alle Hände voll zu tun und mussten immer wieder Auseinandersetzungen mit starkem Personalaufwand unterbinden“.

Es kam unter anderem zu Jagdszenen auf den Tribünen und Drohungen gegen den Gäste-Tross - der fünfte Heimsieg des FCK im fünften Spiel geriet dabei völlig in den Hintergrund. Srdjan Lakic (20.) und Marcel Gaus (35.) trafen gegen die Badener, die nach einer Roten Karte für Manuel Torres (74./Tätlichkeit) am Ende in Unterzahl spielten.

Die Roten Teufel haben als Zweiter weiter einen Punkt Rückstand auf den FC Ingolstadt, der den fünften Sieg feierte und als einziges Team im Unterhaus ungeschlagen bleibt. Lukas Hinterseer (46.) sorgte bei den Schanzern vor 7750 Zuschauern gegen den viel zu harmlosen Bundesliga-Absteiger Braunschweig kurz nach der Pause für die Entscheidung.

Düsseldorfs finnischer Angreifer Joel Pohjanpalo beendete mit einem Dreierpack (12./26./57.) derweil den Höhenflug von Überraschungsaufsteiger Darmstadt 98 fast im Alleingang. Die Lilien, für die Tobias Kempe (46.) traf, unterlagen den Rheinländern mit 1:4 (0:2). Die Düsseldorfer, für die auch Charlison Benschop (47.) traf, schafften durch den Triumph zumindest vorerst den Sprung auf den Relegationsplatz.

Der FSV Frankfurt gab nach einem hochverdienten 3:0 (0:0) gegen den SV Sandhausen die Rote Laterne ab. Den zweiten Saisonsieg für die Hessen, die in den vergangenen fünf Partien ohne Sieg geblieben waren, machten Faton Toski (51.), Edmond Kapllani per Foulelfmeter (64.) und Vincenzo Grifo (88.) perfekt.

Während sich der FC St. Pauli durch das 3:0 (1:0) gegen Union Berlin ins Tabellenmittelfeld katapultierte, wird es beim Hauptstadtklub vom glücklosen Trainer Norbert Düwel immer ungemütlicher. Die Eisernen, die nach einer Notbremse von Björn Jopek früh in Unterzahl spielten, rutschten mit nur sieben Punkten ans Tabellenende. Christopher Nöthe (23.) per Foulelfmeter, Marc Rzatkowski (73.) und John Verhoek (88.) machten den Erfolg für St. Pauli perfekt.

Punktgleich mit den Berlinern auf Rang 17 befindet sich Erzgebirge Aue. Die Sachsen um den neuen Trainer Tomislav Stipic unterlagen der SpVgg Greuther Fürth mit 0:2 (0:2). Während die Franken nach einem Doppelpack von Tom Weilandt (8./17.) den Anschluss an die Spitzengruppe schafften, kassierte Aue bereits die sechste Pleite.

Ähnlich schlecht läuft es bei 1860 München. Unter Interimstrainer Markus von Ahlen unterlagen die Löwen mit 0:2 (0:0) beim ebenfalls kriselnden VfR Aalen. Die ehemaligen Bundesligisten 1. FC Nürnberg und VfL Bochum hatten sich am Freitag 1:1 (0:1) getrennt.

Abgeschlossen wird der Spieltag am Montag (20.15 Uhr/Sport1 und Sky) mit dem Spitzenspiel der Aufsteiger RB Leipzig (4.) und 1. FC Heidenheim (6.). Der Sieger wird dabei in jedem Fall auf einen Aufstiegsplatz klettern. „Das wird ein Abnutzungskampf und ein sehr intensives Spiel“, sagte Leipzigs Trainer Alexander Zorniger.

SID

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