Sonntag Pflichtspiel in Norwegen

Löw: So denkt er über den Kaltstart

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Auf in die WM-Quali: Bundestrainer Joachim Löw schaut gespannt auf das Spiel in Norwegen.

Mönchengladbach - Am Sonntag wird es ernst für die DFB-Elf. Dann beginnt in Norwegen die WM-Quali. Bundestrainer Joachim Löw bremst die Erwartungen.

Rhetorisch überrascht Joachim Löw immer mal wieder, zum ersten WM-Qualispiel seiner Mannschaft am Sonntag in Oslo hatte der Bundestrainer eine ganz besondere Metapher parat: "Wir spielen so ein bisschen aus der kalten Hose, weil die meisten erst einen Wettkampf hatten. Das ist nicht ganz so einfach. Aber wir werden alles für einen guten Start tun. Wir werden eine sehr gute Mannschaft haben."

Der Bammel vor der kalten Hose hat mehrere Gründe: Der überwiegende Teil der Mannschaft hat erst ein Pflichtspiel in den Beinen, nach der EM muss sich die Nationalelf erst finden. Neue Spieler kommen dazu und andere müssen neue Rollen und mehr Verantwortung übernehmen. All das braucht Zeit - neue Ideen und Systeme mal außer Acht gelassen.

Dennoch: In Oslo zählt nur ein Sieg. Kein Wunder also, dass auch Thomas Müller eine frische Brise in seiner Shorts verspürt. "Die drei Punkte wollen wir auf jeden Fall holen - mit einem Auswärtsspiel in Norwegen zu starten, ist aber sicherlich nicht leicht", so der Bayern-Spieler.

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Norweger fürchten "Tracht Prügel"

In Norwegen sehen sie das nach der 0:1-Pleite ihres Teams gegen Weißrussland anders. Kapitän Stefan Johansen fürchtet "eine Tracht Prügel" gegen Deutschland und die Presse stellt Nationaltrainer Per-Mathias Høgmo offen infrage. "Ich hoffe, Deutschland schickt seine Frauen-Mannschaft, dann könnten wir eine Chance haben", twitterte Helge Skuseth, Sportchef der Zeitung Sunnmorsposten.

Zu allem Überfluss legten sich die Spieler auch noch mit den wenigen Fans an, die die Mannschaft mit einem Pfeifkonzert bedacht hatten. "Es war immer schon so, dass die Leute uns angepisst haben. Da scheiß ich drauf!", sagte Mittelfeldmann Ole Selnæs.

lop

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