Test gegen Argentinien und Start der EM-Quali

Löw nominiert 18 Weltmeister - Reus und Gomez zurück

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Joachim Löw vertraut im Test gegen Argentinien und im ersten EM-Qualifikationsspiel gegen Schottland auf den Großteil seiner Weltmeistermannschaft.

Frankfurt/Main - Bundestrainer Joachim Löw hat 18 Weltmeister für den ersten Doppelpack der deutschen Nationalmannschaft in der neuen Saison nominiert. Mario Gomez und Marco Reus kehren zurück.

Für die Neuauflage des WM-Finales am 3. September in Düsseldorf gegen Argentinien (20.45 Uhr/ZDF) und den Start in die EM-Qualifikation vier Tage später in Dortmund gegen Schottland (20.45/RTL) kehren zudem Marco Reus, der sich kurz vor der WM im Länderspiel gegen Kamerun verletzt hatte, und Mario Gomez und Perspektivspieler Antonio Rüdiger in der Kreis der DFB-Auswahl zurück. Das deutsche Aufgebot umfasst drei Torhüter und 18 Feldspieler.

„Für Marco Reus freut es mich riesig, dass er wieder dabei ist und seine Verletzung überwunden hat. Er hat uns in Brasilien gefehlt. Ich bin sicher, dass er noch einige große Turniere spielen und dabei für Furore sorgen wird“, sagte Löw zum bevorstehenden Comeback des Dortmunders. Der von vielen europäischen Top-Klubs umworbene Mittelfeldspieler hatte sich kurz vor der WM im Test gegen Armenien eine Sprunggelenkverletzung zugezogen und musste seinen WM-Traum begraben.

Einen neuen Anlauf unternimmt Gomez, der verletzungsbedingt nach der EM 2012 nur noch zwei Länderspiele bestritten hat und zuletzt vor einem Jahr das Nationaltrikot trug. Der Italien-Legionär vom AC Florenz hofft nach dem Rücktritt von DFB-Rekordtorjäger Miroslav Klose (36) auf eine neue Chance.

„Von Mario Gomez weiß ich, dass er unglaublich hart und diszipliniert gearbeitet hat. Er wollte unbedingt zurück in die Nationalmannschaft und hat sich seine Nominierung absolut verdient. Wenn er fit ist, wird er uns mit seinen Qualitäten im Sturm verstärken“, sagte der Bundestrainer über den 59-maligen Nationalspieler.

Rüdiger zählt zu den Kandidaten auf Löws Zettel, die nach den Rücktritten der Abwehrspieler Philipp Lahm (30) und Per Mertesacker (29) von einer EM-Teilnahme träumen dürfen. „Er kann eine Alternative für die Abwehr sein“, sagte der Bundestrainer.

Lahm, Mertesacker und Klose werden auch ohne Fußballschuhe nach Düsseldorf reisen, wo sie wie der ehemalige Co-Trainer und künftige Sportdirektor Hansi Flick (49) gebührend aus der Nationalelf verabschiedet werden. Auch der an einer Knieverletzung laborierende WM-Held Bastian Schweinsteiger (30) und Shkodran Mustafi (22), der wegen Tainingsrückstands nicht berücksichtigt wurde, reisen zur Final-Neuauflage an.

„Wir freuen uns sehr, dass wir in Düsseldorf noch einmal mit dem gesamten Tross aus Spielern, Trainern, Betreuern und DFB-Delegation zusammen sein können, also mit dem Team, mit dem wir die WM-Vorbereitung und das Turnier in Brasilien bestritten haben. Diese Tage bilden für uns gewissermaßen den endgültigen Abschluss der WM in Brasilien, bevor wir uns voll und ganz auf neue große Ziele konzentrieren“, sagte Löw vor dem Treffpunkt des Weltmeisters am Montag in Düsseldorf.

Nach dem Argentinien-Spiel beginnt dann laut Löw eine neue Zeitrechnung: „Unser Ziel ist klar: wir wollen beim DFB nicht mehr so lange auf den nächsten Titel warten müssen, wir wollen bei der Europameisterschaft 2016 angreifen und um den EM-Titel mitspielen.“

Das deutsche Aufgebot für die Länderspiele gegen Argentinien und Schottland:

Tor: Manuel Neuer (Bayern München), Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund), Ron-Robert Zieler (Hannover 96)

Abwehr: Jerome Boateng (Bayern München), Erik Durm (Borussia Dortmund), Matthias Ginter (Borussia Dortmund), Kevin Großkreutz (Borussia Dortmund), Benedikt Höwedes (Schalke 04), Mats Hummels (Borussia Dortmund), Antonio Rüdiger (VfB Stuttgart)

Mittelfeld/Angriff: Julian Draxler (Schalke 04), Mario Gomez (AC Florenz), Mario Götze (Bayern München), Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach), Toni Kroos (Real Madrid), Sami Khedira (Real Madrid), Thomas Müller (Bayern München), Mesut Özil (Arsenal London), Lukas Podolski (Arsenal London), Marco Reus (Borussia Dortmund), Andre Schürrle (FC Chelsea)

SID

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