Podolski vor Wechsel?

Khedira und Podolski: Weltmeister im Abseits

Sami Khedira
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Sami Khedira (r.) im Real-Training.

London - Weltmeister im Abseits: Sami Khedira und Lukas Podolski spielen bei ihren Klubs offenbar keine Rolle mehr - und dürften in Kürze wechseln.

Sami Khedira saß in Leipzig nägelkauend auf der Tribüne, Lukas Podolski war beim durchwachsenen Comeback von Mesut Özil und Per Mertesacker noch nicht einmal im Stadion: Nur sechs Wochen nach dem Triumph von Rio stehen die beiden Weltmeister Khedira und Podolski bei ihren Klubs im Abseits. Während bei Podolski manches auf einen nahenden Wechsel hindeutet, darf Khedira nach einer plötzlichen Wende aber auf Besserung seiner Lage hoffen.

„Das Thema Khedira ist gelöst: Er bleibt. Er will bleiben, und wir wollen auch, dass er bleibt“, sagte Trainer Carlo Ancelotti am Sonntag. Khedira sei „wichtig für die Mannschaft“, fügte der Italiener an, deshalb sei er „glücklich, dass er bleibt“. Aussagen, die nach den jüngsten Ereignissen sehr überraschend kamen.

„Bei Real bin ich ja gerade ein bisschen außen vor. Bis zum 31. August ist alles möglich“, sagte Khedira noch am Freitagabend in Leipzig. Dort sah er seinem Bruder Rani beim 1:0 von RB gegen Erzgebirge Aue in der 2. Liga zu, wenige Stunden später verlor sein Real das Stadtduell um Spaniens Supercup gegen Atletico (0:1). Ancelotti sagte danach, er habe Khediras Trip genehmigt. Wohin die Reise gegangen sei, habe ihn aber „nicht interessiert“.

Wertschätzung hört sich anders an. Das Sportblatt Marca schrieb sogar von einem „kalten Krieg“ zwischen Klub und Khedira. Die Königlichen seien noch immer pikiert, weil der Mittelfeldmann seinen bis 2015 laufenden Vertrag nicht habe verlängern wollen. Dabei wollte der 27-Jährige doch angeblich „nur“ zwei Millionen Euro mehr im Jahr verdienen.

Am Samstag trainierte Khedira bereits wieder in Madrid. Erster möglicher Einsatz für Khedira nach der WM wäre der Ligastart am Montag gegen Cordoba. Ob er über 2015 hinaus bei Real spielen wird, blieb nach Ancelottis Erklärung offen. Rani Khedira bezeichnete es indes als „Traum“, irgendwann an der Seite des großen Bruders aufzulaufen. In Leipzig? „Wir holen Sami, wir sind uns einig“, meinte RB-Fußballchef Ralf Rangnick. Ein Scherz.

Weniger zu Späßen aufgelegt war Lukas Podolski. Dass er beim 2:2 des FC Arsenal beim FC Everton nicht wie die Rückkehrer Özil und Mertesacker in der Startelf stand, dürfte er erwartet haben. Dass sich für ihn nicht einmal ein Platz im Kader fand, war ein Schlag ins Gesicht. „Er verlässt Arsenal auf jeden Fall“, schrieb die Bild am Sonntag.

Ein angebliches Interesse des VfL Wolfsburg wurde von Geschäftsführer Klaus Allofs dementiert. „Poldi“ hat aber offenbar ein Angebot aus den USA vorliegen. Zudem soll der italienische Rekordmeister Juventus Turin den 29-Jährigen, für den Arsenal angeblich zwölf Millionen Euro Ablöse aufruft, verpflichten wollen.

Podolski versuchte, seinen Frust bei einem Rendezvous mit einer alten Bekannten loszuwerden. Bevor er sich zu Hause in London die Gunners ansah, zappte er beim Bundesliga-Comeback seines 1. FC Köln gegen den Hamburger SV (0:0) rein. Ganz in der Nähe wird noch nach neuen Kickern gesucht. „Zur Verstärkung unseres Teams der Kreisliga B“, wie der FC Bergheim 2000 auf Facebook inseriert. Training im „Lukas-Podolski-Sportpark“ wäre dienstags und freitags...

sid

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