Nach 0:0 im Hinspiel

Augsburger „Kindheitstraum“ und ein gefährliches „Topergebnis“

Markus Weinzierl, Jürgen Klopp, Europa League, FC augsburg, Liverpool FC
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Noch haben beide gut Lachen: Markus Weinzierl (l.), Trainer des FC Augsburg und Liverpool-Coach Jürgen Klopp.

Augsburg - Nach dem 0:0 gegen den FC Liverpool rechnet sich der FC Augsburg für das Rückspiel Chancen auf eine Sensation aus. Doch erst einmal steht für den FCA grauer Abstiegs-Alltag an.

Jürgen Klopp kaute genüsslich auf einer Brez'n, die ihm der FC Augsburg überreicht hatte. Trotz der glanzlosen Nullnummer mit seinem FC Liverpool und des ganzen Rummels um seine Person fühlte sich der 48-Jährige in seiner deutschen Heimat sichtlich wohl.

Auch wenn er mit der biederen Leistung seiner Reds gar nicht einverstanden war - mit dem 0:0 im Hinspiel konnte Klopp leben. „Das ist ein Topergebnis, das ist komplett in Ordnung, alles gut“, sagte er mit Blick auf das Rückspiel in der Zwischenrunde der Europa League am Donnerstag an der legendären Anfield Road gelassen.

(Fast) alles gut war auch beim FCA. „Wir haben uns eine sehr gute Ausgangsposition erarbeitet, um eine Sensation zu schaffen. Wir wissen, wie schwer es ist. Aber uns reicht ein 1:1. Das ist für Liverpool gefährlich“, sagte ein stolzer Trainer Markus Weinzierl und sprach von einem „Über-Highlight“ beim großen FC Liverpool. Da gehe „für einige von uns ein Kindheitstraum in Erfüllung“, ergänzte Markus Feulner.

Augsburg will nicht nur Gast sein

Allerdings wollen die Schwaben im legendären Stadion nicht nur als nette Gäste auftreten. „Wir haben dort nichts zu verlieren. Wir haben sicherlich eine Chance“, sagte Kapitän Paul Verhaegh. Man habe zuhause „zwar gewinnen wollen, aber zu null ist sehr viel wert“, meinte Weinzierl: „Wenn wir ein Tor erzielen, muss Liverpool schon zwei schießen.“

Doch das mit dem Toreschießen könnte schwierig werden: Es droht der Ausfall von Torjäger Raul Bobadilla, mit sechs Treffern erfolgreichster Schütze der Gruppenphase. Bobadilla musste schon nach 23 Minuten mit einer Muskelverletzung im linken Oberschenkel ausgewechselt werde. „Das ist bitter in dieser Phase“, sagte Weinzierl, zumal für den FCA am Sonntag (17.30 Uhr/Sky) das wichtige Abstiegs-Duell bei Hannover 96 ansteht.

Fokus liegt auf Hannover

Doch trotz der Sorgen um Bobadilla - Weinzierl verspricht sich vom „super Spiel“ seiner Mannschaft gegen den Liverpool „viel Rückenwind“ für den grauen Liga-Alltag: „Wir wissen, wenn wir so agieren, werden wir auch in der Bundesliga die Punkte holen. Da habe ich keine Bedenken.“

Um für Hannover gerüstet zu sein, hatte Weinzierl gegen Liverpool in seiner Startelf sechs Änderungen im Vergleich zum Liga-Derby gegen Bayern München (1:3) vorgenommen. „Klar“ habe er mit Blick auf Sonntag rotiert, sagte Weinzierl: „Wir wissen, was wichtig ist. Und die Bundesliga ist für uns das Wichtigste.“

Während der FCA am Sonntag in der Liga wieder gefordert ist, kann Liverpool regenerieren. Auf der Insel steht der FA-Cup an - und da ist Liverpool schon gescheitert. So hat Klopp Zeit, die Schwächen seiner Mannschaft auszumerzen - und da machte er in Augsburg einige aus. „Wir müssen offensiv besser spielen, mit mehr Tempo, und wir müssen mehr aus unseren Chancen machen“, sagte er und fügte an: „Die Jungs können das viel besser, und das sollten sie auch zeigen.“

sid

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