Bundesliga-Rückkehr für immer?

Köln hofft auf Ende des "Aufstieg-Hick-Hacks"

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Köln feiert!

Köln - Der Aufstieg ist geschafft - nun will der 1. FC Köln in der Bundesliga heimisch werden.

Torschütze Anthony Ujah sprach vom „schönsten Tag in meinem Leben“, Eigengewächs Yannick Gerhardt hatte Tränen in den Augen und zwei Stunden nach dem Abpfiff war die Arena immer noch halb gefüllt: Die Aufstiegsfeier des 1. FC Köln war hochemotional - und doch wollen sie in der Domstadt nie mehr eine erleben.

„Wir wollen nie mehr aufsteigen müssen“, sagte Trainer Peter Stöger. Die fünfte Rückkehr in die Bundesliga - alle in diesem Jahrtausend - soll die letzte gewesen sein. Nun will sich der dreimalige deutsche Meister endlich wieder in der Bundesliga etablieren.

Coach Stöger filmt die große Meisterfeier

„Wir sind jetzt endlich wieder auf der großen Bühne - da, wo wir hingehören“, sagte Ex-Nationalstürmer Patrick Helmes nach dem 4:0 (3:0) am vorletzten Spieltag gegen den FC St. Pauli: „Jetzt geht es darum, den Verein in der ersten Liga zu stabilisieren. Diesen Fahrstuhl-Hick-Hack kann niemand gebrauchen.“

Stöger ist bei allem Optimismus durchaus auch bescheiden. „Es ist nicht das erste Mal, dass man vom FC verlangt, sich zu etablieren“, sagte er: „Aber im Endeffekt ist der Fußball ein kurzlebiges Tagesgeschäft.“ Auch deshalb hielt der Coach die bewegenden Momente auf dem Rasen am Sonntag mit der Handykamera fest: „Trophäen sind mir nicht so wichtig, Trikots verschenke ich immer, aber Fotos habe ich immer bei mir.“

Ujah den Tränen nahe

Die Basis beim FC scheint gegeben. Das Team funktioniert so gut wie seit Jahren nicht und soll deshalb auch nicht auseinandergerissen werden. Auch Torjäger Ujah halfen die Mitspieler in dieser Saison über Torflauten hinweg. Nun feierte er den Aufstieg und war besonders bewegt. „Zum ersten Mal in meinem Leben haben mich meine Eltern im Stadion spielen sehen“, erzählte der Nigerianer den Tränen nahe und wollte die „Meisterfelge“ gar nicht mehr loslassen: „Ich hoffe, die darf ich mit nach Hause nehmen.“

Namen über mögliche Neuzugänge will Sportchef Jörg Schmadtke noch nicht verraten. Gehandelt werden vor allem Simon Zoller (1. FC Kaiserslautern), Daniel van Buyten (Bayern München), Yuya Osako (1860 München) und Alban Meha (SC Paderborn). Aber so oder so gehen die Aufstiegshelden mit einem Bonus in die neue Saison.

Straf-Liegestütze für Fitnesscoach

Einen Rüffel gab's am Sonntag nur für Fitnesscoah Yann-Benjamin Kugel. „Wenn wir vor der Kurve den Teller hochhalten, sollen alle dabei sein. Aber wir mussten warten, bis er von der Toilette runterkam“, meinte Stöger schmunzelnd. Kugel musste vor der Kurve direkt fünf Straf-Liegestütze machen.

„Aber wie soll er auch wissen, wie man feiert. Schließlich war er im letzten Jahr bei Red Bull Salzburg“, meinte der Coach schelmisch - den Salzburgern schnappte er im Vorjahr mit Austria Wien den Meistertitel in Österreich vor der Nase weg. „Nun hat er zum Glück etwas Erfahrung“, meinte Stöger - denn Kugel fährt mit der deutschen Nationalelf zur WM nach Brasilien.

sid

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