Kommt Sahins Karriere wieder in Schwung?

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Nuri Sahin hat sich viel vorgenommen

Liverpool - Nuri Sahin will es noch einmal wissen: In Liverpool soll der internationale Durchbruch gelingen, der ihm bei Real Madrid verwehrt blieb. Schon einmal ließ der Ex-Dortmunder ein Fußball-Tief hinter sich.

Am Sonntag kommt es in der englischen Premier League zum Wiedersehen zweier Streithähne. Mit seinem neuen Fußballverein FC Liverpool empfängt Nuri Sahin den FC Arsenal und damit Lukas Podolski. Nase an Nase hatten sich beide 2010 wie rauflustige Jungen gegenübergestanden - Sahin für Dortmund, Podolski für Köln. Jetzt will Sahin für die „Reds“ sein Debüt geben, nachdem er im Rückspiel der Europa-League-Qualifikation gegen Heart of Midlothian noch nicht zum Einsatz kam.

„Für mich ist es wichtig, dass ich zu einem Verein komme, wo ich die Chance habe, auf dem höchsten Level zu spielen“, sagte Sahin im Gespräch mit dem Club-eigenen TV-Sender. Real Madrid hat ihn für ein Jahr an den 18-fachen englischen Meister ausgeliehen. Hier soll der 23-Jährige seine Karriere wieder in Schwung bringen.

Den Champions-League-Sieger von 2005 hält Sahin für die richtige Wahl. „Meine Art zu spielen, passt zu dem Stil, den der Trainer bevorzugt“, glaubt er. „Das Projekt mit Liverpool und Trainer Brendan Rogers ist für mich das Beste in meiner jetzigen Situation.“ Der türkische Nationalspieler galt indes auch als Kandidat beim FC Arsenal. Allerdings habe ihn Madrids früherer Liverpool-Profi Xabi Alonso gedrängt, zu den „Reds“ zu gehen.

Diese Deutschen spielten bei Real Madrid

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Vom gefeierten Helden zum Bankdrücker - der beste Bundesligaspieler der Saison 2010/11 weiß, wie sich das anfühlt. Spaniens Hauptstadt zu verlassen, dürfte dem Mittelfeldspieler nicht schwer gefallen sein. Drei Verletzungen und eine lange Zeit als Reservist überschatteten das Jahr bei den „Königlichen“. Er war zum Opfer von Trainer José Mourinhos Ausleseverfahren geworden. Sahin ertrug diese Zeit, ohne öffentlich zu murren.

Im Alter von 16 Jahren faszinierte er als jüngster Bundesligaspieler. Wenig später ging er als jüngster Torschütze in die Geschichte ein. Doch der Hype entwickelte sich zur Hypothek. „Er nimmt den Fußball extrem ernst, denkt unheimlich viel über sein Handeln nach und stellt sich infrage“, sagte sein Berater Reza Fazeli dem Fußball-Magazin „11Freunde“.

Aus seinem Tief fand Sahin heraus, als ihn die Borussen für ein Jahr an Feyenoord Rotterdam ausliehen. Zurück in Dortmund setzte er den Aufwärtstrend fort, entwickelte sich zum Taktgeber auf dem Feld und führte das Team 2011 zur deutschen Meisterschaft. In Liverpool soll sich die Wende zum Guten nun wiederholen. Offen bleibt, ob der Spielmacher nach Madrid zurückkehrt. Auf eine langfristige Perspektive bei den „Reds“ angesprochen, antwortete er: „Im Fußball weiß man nie...“

dpa

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