Kramnys Einstand als Cheftrainer - VfB siegt 3:1 in Köln

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Der VfB Stuttgart drehte das Spiel beim 1. FC Köln und gewann 3:1. Foto: Marius Becker

Die verrückte Serie hält an - und Jürgen Kramny feiert ein tolles Pflichtspieldebüt als Cheftrainer des VfB Stuttgart. Doch trotz des Erfolgs in Köln findet der 44-Jährige weiter Schwächen im Team der Schwaben.

Köln (dpa) - Jürgen Kramnys Grinsen wollte kaum weichen. Der neue Chefcoach des VfB Stuttgart genoss das 3:1 (1:1) seiner Fußball-Schwaben beim 1. FC Köln. "Ich bin sehr froh, dass wir gut in die Rückrunde gestartet sind", hielt der 44-Jährige nach dem Erfolgserlebnis fest.

Seit dem 24. November war Kramny Interims-, seit dem 20. Dezember ist er eine Dauerlösung. Und mit ihm geht es beim fünfmaligen Meister in der Bundesliga langsam, aber stetig aufwärts. 18 Punkte hat der VfB, die ganz akute Gefahr der Zweitklassigkeit nimmt ab.

Für Kramny war der Erfolg des Pokal-Viertelfinalisten das fünfte Pflichtspiel nacheinander ohne Niederlage. Torjäger Daniel Didavi in der 36., Timo Werner in der 51. und Kapitän Christian Genter in der 83. Minute machten den Sieg vor 50 000 Zuschauern im ausverkauften Stadion perfekt. Anthony Modeste hatte die Gastgeber in der 19. Minute per Foulelfmeter in Führung gebracht.

Perfekt war nicht alles beim VfB. Kramny hatte durchaus Kritik zu üben. Nur 86 Minuten war er nahezu vollauf zufrieden, ehe sein Team dem FC Chancen überließ, die den zweiten Auswärts-Dreier der Saison fast noch gefährdet hätten. "Die letzten Minuten waren gefährlich", bekannte der Nachfolger von Alexander Zorniger.

Eines hat Kramny massiv verändert. Das unter Zorniger praktizierte wilde Anstürmen ist einer gesunden Balance zwischen Defensive und Offensive gewichen. Zudem scheint das Team um Kapitän Gentner der Systematik des neuen starken Mannes von Bad Cannstatt mehr zu vertrauen als der, die Zorniger zelebrieren ließ. "Es war unser Plan, mit einer kontrollierten Defensive nach vorn zu agieren", sagte Gentner nach der Fortsetzung einer kuriosen Serie: In jetzt 19 Duellen zwischen FC und VfB gab es keinen Heimsieg mehr.

Bei den Stuttgartern feierte Neuzugang Kevin Großkreutz elf Monate nach seinem bis dahin letzten Erstligaspiel sein Bundesliga-Comeback. Der ehemalige Dortmunder hielt als Rechtsverteidiger 90 Minuten durch.

Den ersten Aufreger gab es früh: Marcel Risse lief im VfB-Strafraum auf Georg Niedermeier auf; Schiedsrichter Manuel Gräfe zeigte auf den Punkt. Modeste ließ sich die Chance nicht entgehen. Doch die VfB-Profis, die nie wie ein Abstiegskandidat auftraten, schüttelten sich kurz und profitierten beim 1:1 von einem Fehlpass Pawel Olkowskis im Aufbau. Filip Kostic übernahm, Werners Schuss konnte FC-Keeper Timo Horn noch abwehren, war aber gegen Didavis Abstauber chancenlos.

Gegen das 4-1-4-1-System der Gäste fand der FC kaum Mittel. Im Gegenteil: Der VfB agierte mutig und ging durch Werners Kopfballtreffer in Führung. Gentner machte dann alles klar. "Wir haben verloren, weil wir zu viele einfache Fehler gemacht haben", kommentierte Stöger die dritte Heimniederlage seines FC.

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 54,1 - 45,9

Torschüsse: 15 - 16

gew. Zweikämpfe in %: 44,9 - 55,1

Fouls: 9 - 13

Ecken: 8 - 5

Quelle: optasports.com

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