Überragende Passquote

Nach Sieg im Clasico: Marca adelt Toni Kroos 

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Der 229. Clasico sollte zur triumphalen Rückkehr von Luis Suarez werden. Am Ende aber jubelte ein beängstigend stabiles Real Madrid mit den Weltmeistern Toni Kroos und Sami Khedira.

Madrid - Der 229. Clasico sollte zur triumphalen Rückkehr von Luis Suarez werden. Am Ende aber jubelte ein beängstigend stabiles Real Madrid mit den Weltmeistern Toni Kroos und Sami Khedira.

Update vom 1. April 2016: Großereignis für Fußball-Fans: Am Samstag spielt der FC Barcelona gegen Real Madrid. So sehen Sie den Clasico live im TV und im Live-Stream.

Toni Kroos kam gar nicht mehr aus dem Schwärmen heraus. „Mein erster Clasico - und dann gleich ein 3:1! Da kann ich sehr, sehr zufrieden sein“, sagte der Weltmeister nach dem Triumph mit Real Madrid über Erzrivale FC Barcelona, und fügte euphorisch Adjektive wie „fantastisch“ und „überragend“ an. Tatsächlich: Real hätte sogar noch höher gewinnen können - und das, obwohl Barca zum ersten Mal mit dem Dreigestirn Messi-Neymar-Suarez auflaufen konnte.

Uruguays Nationalstürmer Luis Suarez bestritt erstmals seit dem 24. Juni wieder ein Pflichtspiel. Damals hatte er bei der WM den Italiener Giorgio Chiellini gebissen und war von Weltverband FIFA vier Monate gesperrt worden - was Barcelona nicht davon abhielt, ihn für 81 Millionen Euro vom FC Liverpool abzulösen. Der Clasico sollte nun zu Suarez' triumphaler Rückkehr auf den Platz werden, und es ließ sich gut an für den ihn. Brasiliens Starstürmer Neymar verwertete seinen präzisen Querpass über 40 Meter zum 0:1 (4.).

Danach verpasste es Barcelona, das Spiel vorzeitig zu entscheiden. Lionel Messi scheiterte freistehend an Iker Casillas (23.). „Wenn du im Bernabeu Gnade walten lässt, musst du büßen“, sagte Barca-Kapitän Xavi. Und so kam es: Weltfußballer Cristiano Ronaldo mit seinem 16. Saisontor (35., Handelfmeter), Pepe nach einer formvollendeten Ecke von Kroos (50.) und Karim Benzema bei einem jener für Real typischen Konter (61.) schossen Madrid zum Sieg. Der Abstand auf Tabellenführer Barcelona beträgt nun noch einen Punkt. Dritter ist einen weiteren Zähler zurück der FC Valencia, dem Weltmeister Shkodran Mustafi mit seinem ersten Tor zum 3:1-Sieg gegen den FC Elche verhalf.

„Wir haben auch nach dem Gegentor nicht den Kopf verloren“, lobte Real-Coach Carlo Ancelotti seine Mannschaft, deren Passstafetten das Publikum mit „Ole“-Rufen feierte. „Das sagt doch alles“, meinte Pepe, der die Gäste bei seinem Torjubel mit zehn erhobenen Fingern für zehn Champions-League-Erfolge provozierte. „Wir haben gezeigt, aus welchem Holz wir geschnitzt sind“, meinte der Verteidiger. Das galt besonders für Benzema, den Weltmeister Sami Khedira spät ersetzte (87.), und das Mittelfeld-Duo Kroos-Luka Modric. Kroos brachte 57 von 59 Pässen an den Mann, das Blatt Marca würdigte diese „fast makellose“ Bilanz, indem es den Deutschen als „Wiedergänger von Xabi Alonso“ bezeichnete.

Überhaupt sei die „weiße Lawine“ Real dem Rivalen „in allen Belangen überlegen“ gewesen, kommentierte die Zeitung. Suarez sprach deshalb von einer „bittersüßen“ Rückkehr. Er sei „glücklich, dass ich wieder spielen darf, dass diese schwere Zeit vorbei ist“, meinte er. Doch die Niederlage tue halt weh. Barcelona sei „überrascht“ gewesen von der Geschwindigkeit Reals in Hälfte zwei, meinte Suarez.

Barca habe „das Examen nicht bestanden“, schrieb El Mundo Deportivo, El Periodico sah Barcelona im Bernabeu „ertrinken“. La Razon sprach von einer „Lektion“, bei der Torhüter Claudio Bravo nach 754 Minuten erstmals ein Gegentor hinnehmen musste. „Wir haben gesehen, dass es Mannschaften gibt, die genauso gut sind wie wir - oder besser“, musste Trainer Luis Enrique konstatieren. Seine Taktik, Real mit Pressing in vorderster Front zu Fehlern zu zwingen, ging nicht auf. Die Maschine Madrid war einfach nicht zu stoppen. „Es war ein ganz, ganz besonderes Spiel“, sagte Kroos im Aktuellen Sportstudio des ZDF.

SID

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