Labbadia zieht letztes Register

HSV: Mit Teamgeist zum Klassenerhalt

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Trainer Bruno Labbadia will der schlechten Ausgangslage trotzen und mit dem HSV den Klassenerhalt schaffen.

Hamburg - Der HSV ist am Mittwoch mit 27 Spielern ins Trainingslager nach Malente aufgebrochen. Es fehlte nur der verletzte Schweizer Behrami.

Trainer Labbadia will Teamgeist und Geschlossenheit fördern, damit die Bundesliga-Uhr des „Dinos“ nicht aufhört zu ticken.

Mit allen verfügbaren Kräften will Bruno Labbadia den ersten Abstieg des Hamburger SV aus der Fußball-Bundesliga in letzter Sekunde verhindern. „Wir legen Wert auf größtmögliche Geschlossenheit und unsere Gemeinschaft. Daher möchten wir auch alle dabei haben“, erklärte Labbadia am Mittwoch vor der Abreise ins Trainingslager nach Malente. 27 Spieler machten sich auf die 110-Kilometer-Reise in die Abgeschiedenheit der ostholsteinischen 11 000-Einwohner-Gemeinde. Im abgeschotteten „Uwe-Seeler-Fußballpark“ will Labbadia den Teamgeist fördern und seinen Kader in aller Ruhe auf das wichtige Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den FC Schalke 04 vorbereiten.

In der legendären Sportschule, in der die deutsche Nationalmannschaft 1974 und 1990 den Grundstein zum WM-Titelgewinn legte, muss Labbadia die Basis für den zur sportlichen Rettung nötigen Heimsieg legen. Zudem benötigt der HSV bei den Duellen der Konkurrenten SC Paderborn - VfB Stuttgart und Hannover 96 - SC Freiburg Schützenhilfe.

In der Reise-Gruppe nach Malente fehlte am Mittwoch nur der Schweizer Nationalspieler Valon Behrami, da er „wegen seiner Verletzung ohnehin nicht mittrainieren könnte“, begründete ein HSV-Sprecher. Kapitän Rafael van der Vaart reiste hingegen mit, obwohl er wegen einer Gelbsperre am Samstag nicht spielen kann. Auch die zuletzt angeschlagenen Pierre-Michel Lasogga, Johan Djourou und Nicolai Müller sind dabei.

Sie alle wollen sicherstellen, dass die einzigartige Bundesliga-Uhr des Liga-Dinos weiterticken kann. Fest steht, dass der Chronometer im Fall des Abstiegs nicht sofort nach dem Abpfiff abgestellt werden würde. Das einzige noch nie abgestiegene Liga-Gründungsmitglied bestätigte, dass die Uhr am Samstag noch bis 23.00 Uhr weiterlaufen und dann wie üblich in den nächtlichen Energie-Sparmodus geschaltet werden würde. Die Digitaluhr zeigt die 52-jährige Zugehörigkeit des Vereins zur deutschen Eliteliga auf die Sekunde genau an.

Sollte der HSV-Abstieg nach dem Schalke-Spiel nach dann 51 Jahren und 272 Tagen ununterbrochener Erstliga-Zugehörigkeit aber besiegelt sein, wird die Uhr am Sonntag entgegen der Gewohnheit nicht wieder angestellt. Die vom damaligen Sponsor (HEW) spendierte Uhr ist in der Arena seit 2001 in Betrieb.

dpa

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