Ex-DFB-Kapitän hat Verständnis

Lahm: „Für San Marino war es das größte Spiel“

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Philipp Lahm (l.) und Thomas Müller.

München - Wenn es nach Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm geht, werden sich die großen Fußball-Nationen weiter auch mit Mannschaften wie San Marino messen müssen.

„Ich hab' das schon vor langem gesagt: Es ist immer so, dass kleine Vereine und auch kleine Länder sich auf solche Spiele freuen. Ich glaube für San Marino war es das größte Spiel in diesem Jahr, wenn nicht in den letzten Jahren“, sagte Lahm am Dienstag bei einer Veranstaltung der Deutschen Sportlotterie. „Sie haben sich sehr darauf gefreut. Fußball ist Freude, Sport ist Freude - und der sollte im Vordergrund stehen.“

Die Aussagen von seinem Bayern-Kumpel Thomas Müller kenne er nicht und könne dazu nichts sagen, sagte Lahm. Ein Beitrag von Funktionär Alan Gasperoni in den sozialen Medien hatte sogar für Wirbel in englischen Medien gesorgt. In zehn Punkten wurde Bayern-Profi Müller teilweise persönlich angegangen. Nach dem 8:0 in der WM-Qualifikation hatte Müller gesagt: „Der Romantiker sagt, solche Fußballspiele gehören auch dazu. Andererseits ist es als Spieler sehr mühsam. Sie haben alles getan, was in ihren Mitteln möglich war. Aber mit professionellem Fußball hatte das nichts zu tun.“

Gasperoni wies darauf hin, dass Müller es nicht geschafft habe gegen den 201. der Weltrangliste selbst zu treffen. „... Und sage nicht, du wärest nicht total angefressen gewesen, als Simoncini dich vom Toreschießen abgehalten hat“. Das Spiel habe gezeigt, dass sich die Deutschen niemals ändern würden, auch wenn die Geschichte sie gelehrt habe, dass Tyrannei nicht den Sieg garantiere. Die Weltmeister würden zwar in den schönsten Trikots spielen, doch sie seien weiterhin diejenigen, „die immer weiße Socken in den Sandalen tragen.“ Bundestrainer Joachim Löw hatte Müller daraufhin in Schutz genommen.

dpa

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