Riesenvorsprung für Hertha und Eintracht

2. Liga: Das Ringen um Platz drei beginnt

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Die Lauterer um Kapitän Bunjaku (Mitte) haben derzeit die besten Chancen auf den Relegationsplatz.

München - Höchstens noch 15 Spieltage bis zum Erstliga-Glück: Als klare Favoriten auf den Aufstieg gehen Eintracht Braunschweig und Hertha BSC die zweite Saisonhälfte an.

2. Liga? Höchstens noch 1350 Minuten ohne Nachspielzeit! Mit glänzenden Aufstiegschancen starten Eintracht Braunschweig und Hertha BSC an diesem Wochenende in die zweite Saisonhälfte der 2. Fußball-Bundesliga. Zwar ist für die Mehrheit der Unterhaus-Trainer die Bundesliga-Rückkehr der beiden Spitzenteams schon ausgemachte Sache, von solchen Vorschusslorbeeren will Herthas Coach Jos Luhukay aber nichts wissen. „Wir sind noch längst nicht durch“, mahnte er im „Kicker“ (Donnerstag).

Wie erwartet konnte der Bundesliga-Absteiger aus der Hauptstadt nach anfänglichen Schwierigkeiten in der ersten Saisonhälfte seiner Favoritenrolle gerecht werden. Satte zehn Punkte Vorsprung hat Hertha schon auf den Dritten 1. FC Kaiserslautern, noch besser steht das Überraschungsteam aus Braunschweig da. Zwölf Punkte vor Lautern - die Tabelle spricht eine deutliche Sprache. „Wir lesen das zwar, können aber auch rechnen“, hält Eintracht-Manager Marc Arnold nüchtern dagegen. „Es gibt immerhin noch 15 Spiele.“

Und in denen wird es vor allem um Platz drei hoch hergehen. Hinter Lautern, das in der Winterpause mächtig aufgerüstet hat, können sich sieben Teams Hoffnungen auf den Relegationsplatz machen. „Das wird eine ganz enge Kiste“, sagt Trainer Rudi Bommer vom Vierten Energie Cottbus. Auch Bundesliga-Absteiger 1. FC Köln hat bei sechs Punkten Rückstand noch Chancen. „Wir wollen noch angreifen. Ob es reicht, wird sich zeigen“, sagt FC-Coach Holger Stanislawski.

Auch zwischen dem FSV Frankfurt und dem FC Ingolstadt geht es um den Anschluss an Platz drei - vor allem aber um Jubiläumsmann Benno Möhlmann. Der FSV-Coach absolviert am Sonntag gegen seinen Ex-Club sein 420. Zweitliga-Spiel als Trainer und überholt den bisherigen Rekordhalter Uwe Klimaschewski.

Zudem ist es für den 58-Jährigen laut „Kicker“ der 1000. Einsatz als Spieler und Trainer in der 1. und 2. Bundesliga. „Für mich zählt vor allem, dass ich jetzt seit 40 Jahren als Spieler und Trainer im Profigeschäft tätig bin und dass es in dieser Zeit nur wenige Tage gab, an denen ich nicht auf dem Platz stand“, sagte Möhlmann.

Auf Platz 16 steht Dynamo Dresden - und der neue Coach Peter Pacult soll den Club vor dem Sturz in die Drittklassigkeit bewahren. „Ich sehe sehr realistische Chancen auf den Klassenerhalt. Die Mannschaft hat ein Potenzial, das sie bisher noch nicht ausgespielt hat“, sagte der Österreicher.

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Ganz unten im Tabellenkeller setzt Jahn Regensburg auf Polens Ex-Nationalcoach Franciszek Smuda. „Hier den Klassenerhalt zu schaffen wäre so, wie anderswo Meister zu werden“, sagte der neue Trainer - und fügte mit einem Schmunzeln hinzu: „Den FC Bayern, Barcelona oder Real Madrid zu trainieren ist einfach.“

dpa

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