Liga-Tristesse: Der 1. FC Nürnberg versinkt im Mittelmaß

Auch Hanno Behrens gelang es beim 0:0 gegen Karlsruhe nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Foto: Daniel Karmann
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Auch Hanno Behrens gelang es beim 0:0 gegen Karlsruhe nicht, den Ball im Tor unterzubringen. Foto: Daniel Karmann

Der Aufstieg ist das Ziel, das Niemandsland der Tabelle die Realität. Zwar spielt der 1. FC Nürnberg ordentlich, aber die Ergebnisse lassen zu wünschen übrig. Das ist vor allem die Schuld von anderen, meinen Mannschaft und Trainer.

Nürnberg (dpa) - Auch im zweiten Zweitliga-Jahr nach dem Bundesliga-Abstieg steckt der 1. FC Nürnberg im Mittelmaß fest.

"Wir müssen jetzt einmal die bittere Pille schlucken, dass wir nicht vom Fleck kommen, obwohl wie guten Fußball spielen", räumte Topscorer Guido Burgstaller nach dem 0:0 gegen den Karlsruher SC am Montagabend ein. Den Optimismus wollte sich der Stürmer dennoch nicht ganz nehmen lassen. "Wenn wir weiter so arbeiten wie jetzt, wird es irgendwann auch wieder hochgehen", sagte er.

Gegen die Badener machte das Team von Trainer René Weiler vieles richtig - nur die Tore fehlten. Mal wieder. Das Übergewicht auf dem Platz münzten die Franken nicht in Zählbares um. Seit fünf Liga-Partien wartet das Team nun bereits auf den fünften Saisonsieg in der 2. Fußball-Bundesliga. Hoffnung auf den Durchbruch hatte der fulminante 5:1-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf vom vergangenen Dienstag im DFB-Pokal gemacht, doch die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor schien am Montag erneut wie aufgebraucht.

"Man braucht auch ein bisschen Glück. Heute war das Tor wie zugenagelt. Die Chancen waren da, das müssen wir uns auch ein bisschen selbst ankreiden", erkannte Mittelfeldprofi Hanno Behrens. Der 25-Jährige haderte aber vor allem mit dem Schiedsrichter-Gespann: "Man hat das Gefühl, man muss hier teilweise gegen einen Mann mehr spielen", meinte er.

Wie sein Trainer berief sich Behrens vor allem auf jene Szene, als Schiedsrichter Arne Aarnink nach einer halben Stunde ein Kopfballtor von Niclas Füllkrug wegen einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht anerkannt hatte. "Was gegen uns schon für Entscheidungen getroffen worden sind! Wenn man das alles zusammennimmt, würden wir schon ganz woanders stehen", motzte Behrens.

Coach Weiler pflichtete ihm bei: "Das war kein Abseits, da kannst noch hundert Linien ziehen", monierte er. Unabhängig von den fehlenden Erfolgserlebnissen mache es aber "schon viel mehr Freude, der Mannschaft zuzusehen, wie sie spielt", lobte der Schweizer. Das inzwischen dritte Unentschieden nacheinander bringt den Verein sportlich aber einfach nicht weiter. Nach der Nullnummer gegen den badischen Tabellen-Nachbarn verharrt der Ranglisten-Zehnte erst einmal weiter im Niemandsland.

Mit zwei Punkten mehr auf dem Konto hätte der "Club" zur oberen Tabellenhälfte aufschließen können. Eigentlich ist der Aufstieg angepeilt, zum SC Freiburg auf Rang zwei fehlen aber inzwischen schon acht Punkte. Am Samstag wartet nun der 1. FC Union Berlin. Sportvorstand Andreas Bornemann will dort endlich mehr Zählbares. "Wir müssen jetzt auswärts mal was reißen und nicht immer: Zuhause hui und auswärts pfui", mahnte er.

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