Chelsea-Coach wittert Verschwörung

Mourinho schäumt - Podolski trifft

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José Mourinho gab dem schiedsrichter die Schuld für die Heimniederlage gegen Sunderland.

London - Chelsea-Coach Mourinho versteckt mit Sarkasmus den Ärger über eine Heimniederlage. Liverpool baut die Tabellenführung aus und Podolski schießt Arsenal beim Özil-Comeback zum Sieg.

José Mourinho witterte wieder einmal eine Verschwörung. Nach der peinlichen 1:2 (1:1)-Pleite des FC Chelsea gegen Schlusslicht AFC Sunderland in der Premier League flüchtete sich der Fußball-Trainer am Samstag in Sarkasmus. Auf der Pressekonferenz ließ er keine Fragen zu. Für seine Ausführungen benötigte er nicht mehr als zwei Minuten. Der verärgerte Portugiese gratulierte dabei Referee Mike Dean für eine „unglaubliche Leistung“ und lobte, die Arbeit von Schiedsrichter-Boss Mike Riley sei „fantastisch“ - ohne dabei auch nur eine Miene zu verziehen.

Liverpool baut Vorsprung aus

Liverpool gewann knapp bei Norwich City.

Mourinhos Laune dürfte sich am Sonntag weiter verschlechtert haben. Denn Spitzenreiter FC Liverpool baute die Tabellenführung durch ein 3:2 (2:0) bei Norwich City aus und machte einen großen Schritt zum Gewinn der englischen Meisterschaft. Die Reds (80 Punkte) haben drei Spieltage vor Saisonende fünf Zähler Vorsprung vor Chelsea (75). Dritter bleibt Manchester City (71). Raheem Sterling (4./62.) und Luis Suarez (11.) trafen für Liverpool. Mit seinem 30. Tor stellte der Uruguayer den bisherigen Rekord von Ian Rush ein. Niemand sonst hat für die Reds in einer Saison bisher mehr Tore erzielt. Gary Hooper (54.) und Robert Snodgrass (77.) trafen für den Abstiegskandidaten. Nach dem elften Sieg in Serie hat Liverpool bereits die Qualifikation für die Champions League sicher - zum ersten Mal seit 2009.

Lukas Podolki traf doppelt.

Bis dahin hat der FC Arsenal noch ein Stück Arbeit vor sich. Mit dem 3:0 (2:0) gegen Hull City hat der Tabellenvierte jedoch einen weiteren Schritt in Richtung Königsklasse gemacht und den FC Everton auf Distanz gehalten. Nach dem 1:0 durch Aaron Ramsey (31.) sorgte der deutsche Nationalspieler Lukas Podolski mit zwei Treffern(45./54.) für ein gelungenes Comeback von Spielmacher Mesut Özil, der gegen den baldigen FA-Cup-Finalgegner zum ersten Mal nach mehr als sechswöchiger Verletzungspause wieder auf dem Rasen stand.

Everton besiegte Manchester United nach Toren von Leighton Baines (28./FE) und Kevin Mirallas (43.) 2:0 (2:0) und hat auf dem fünften Tabellenplatz nach wie vor einen Zähler Rückstand auf die Gunners. United hat damit die Champions-League-Qualifikation endgültig verpasst.

An der Stamford Bridge hatte Schiedsrichter Dean Sunderland einen umstrittenen Foulelfmeter zugesprochen, den Fabio Borini (82.) zum 2:1-Endstand für den Außenseiter verwandelte. In der gesamten Partie hatte es zweifelhafte Entscheidungen gegeben, nicht alle waren jedoch gegen Chelsea ausgefallen. Samuel Eto'o hatte zunächst für die Blues getroffen (12.), Connor Wickham gelang der zwischenzeitliche Ausgleich (18.).

Mourinhos Co-Trainer flippt aus

Drei Tage vor dem Halbfinal-Hinspiel in der Champions League bei Atlético Madrid war das 1:2 für Mourinho die erste Liga-Niederlage mit Chelsea im 78. Spiel im eigenen Stadion. Insgesamt hat er dort mit den Blues erst dreimal verloren: gegen den FC Barcelona, den FC Basel und nun Sunderland. Die Schlappe gegen den Außenseiter dürfte auch abseits des Rasens Folgen haben. Mourinhos Co-Trainer Rui Faria attackierte Schiedsrichter Dean und musste von seinem Chef an den Haaren gezogen und zur Vernunft gebracht werden.

Sunderland kann sich nach einem Remis bei ManCity und dem Sieg bei Chelsea innerhalb von drei Tagen wieder Hoffnungen auf den Klassenverbleib machen. Mit 29 Zählern hat der Club zum FC Fulham (30) und Cardiff City (30) aufgeschlossen. Die Nicht-Abstiegsplätze sind nur noch drei Zähler entfernt. Zudem hat Sunderland noch ein Nachholspiel auszutragen.

Die Lage für Felix Magath und Fulham bleibt prekär. Am Samstag unterlagen die Cottagers 1:3 (1:1) bei Tottenham Hotspur. Magath setzt indes in den letzten drei Spielen auf die Heimstärke. „Wenn wir beide Heimspiele gewinnen, sollten wir in der Liga bleiben“, sagte der Coach.

dpa

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