Titelverteidiger mit guter Ausgangslage

Liverpool knackt ManUnited - Lazio nur Remis

FC Liverpool, Manchester United, Europa League
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Der FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp konnte sich gegen Manchester United mit 2:0 durchsetzen.

Köln - Jürgen Klopps Titeltraum lebt: Der FC Liverpool hat mit seinem deutschen Teammanager das Hinspiel gegen Manchester United hochverdient 2:0 (1:0) gewonnen und damit beste Karten auf den Einzug ins Viertelfinale.

Die Runde der letzten Acht hat auch Bankdrücker Miroslav Klose nach einem 1:1 (1:1) mit Lazio Rom bei Sparta Prag im Blick, Shkodran Mustafi verlor mit dem FC Valencia hingegen bei Athletic Bilbao 0:1 (0:1).

Auf Viertelfinal-Kurs steuern Schalke-Schreck Schachtjor Donezk nach einem 3:1 (2:0) gegen den RSC Anderlecht, Cup-Verteidiger FC Sevilla nach einem 0:0 beim FC Basel sowie Fenerbahce Istanbul nach einem 1:0 (0:0) gegen Sporting Braga 1:0 (0:0). Die Rückspiele finden am kommenden Donnerstag statt.

Daniel Sturridge (20./Foulelfmeter) und der Ex-Hoffenheimer Roberto Firmino (73.) erzielten für Klopp und Co. die Treffer in einem letztlich überraschend einseitigen Match an der Anfield Road und sicherten Liverpool nach vier Pleiten in Serie gegen die Red Devils den ersehnten Sieg.

Nationalmannschafts-Kapitän Bastian Schweinsteiger feierte bei Manchester nach rund zwei Monaten Verletzungspause ein Kurz-Comeback, setzte aber nach seiner Einwechslung (79.) keine Akzente. Gegen überzeugende Hausherren war eine schwache ManUnited-Elf mit dem Ergebnis noch gut bedient. Vor allem Torwart David de Gea verhinderte eine höhere Pleite der Gäste.

Liverpool erwischte im Duell des ehemaligen mit dem aktuellen Rekordmeister - beide Teams standen sich erstmals auf internationaler Bühne gegenüber - einen Start nach Maß. Nach einem Zupfer von Memphis Depay am Nathaniel Clyne entschied der spanische Schiedsrichter Carlos Velasco Carballo auf Strafstoß, Sturridge bedankte sich mit der Führung.

Die Reds, die zuletzt 2010 die Runde der letzten Acht in einem internationalen Wettbewerb erreicht hatten, hätten sogar schnell nachlegen können, vergaben dicke Chancen durch Philippe Coutinho (23.), Sturridge (31.) und Adam Lallana (42.). Auch in der zweiten Halbzeit war Liverpool gegen blutleere Gäste bestimmend, folgerichtig fiel der zweite Treffer durch Firmino.

Lazio, seit 2003 nicht mehr unter den letzten Acht in einem europäischen Wettbewerb, geriet in Prag durch Martin Frydek (13.), Sohn des gleichnamigen Ex-Leverkuseners, in Rückstand. Marco Parolo glich für die Italiener aus, bei denen Weltmeister Miroslav Klose nicht zum Zuge kam.

Im spanischen Duell kassierte Valencia mit Mustafi in der Startelf zeitig den Gegentreffer durch Raul Garcia (20.). Da die starken Basken nicht mehr nachlegen konnten, darf der zweimalige Europapokal-Sieger aus Valencia aber weiter auf den Einzug in die nächsten Runde hoffen.

Im heimischen „Ausweich-Quartier“ Lemberg waren für Schachtjor, das Schalke in der ersten K.o.-Runde mit 0:0 und 3:0 ausgeschaltet hatte, Taison (21.) und Olexandr Kutscher (24.) früh erfolgreich. Nach dem Anschlusstreffer der Belgier durch Frank Acheampong (69.) stellte Eduardo (79.) den alten Abstand wieder her.

Sevilla, das die Trophäe zum fünften Mal seit 2006 gewinnen kann, hatte im Baseler St. Jakob-Park das Spiel insgesamt gut im Griff, blieb aber im Abschluss glücklos. Nach Gelb-Roter Karte gegen Steven N'Zonzi (87.) musste Sevilla die Schlussphase in Unterzahl überstehen

Fenerbahce, letzter türkischer Vertreter im internationalen Geschäft, biss sich in einer hart geführten Begegnung an Bragas Abwehr lange die Zähne aus, ehe Mehmet Topal (82.) traf. Die Portugiesen aus Braga hatten 2011 überraschend das Finale erreicht, dort aber 0:1 gegen ihre Landsleute vom FC Porto verloren.

SID

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