Inter-Trainer ist angetan

Nach Remis bei Debüt: Lob für Podolski

Lukas Podolski
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Lukas Podolski feierte am Dienstag sein Debüt bei Inter Mailand. Ab der 54. Minute stand er auf dem Platz und trug merklich zur Leistungssteigerung der Mannschaft bei.

Turin - Weltmeister Lukas Podolski hat bei seinem ersten Auftritt mit Inter Mailand bei Tabellenführer Juventus Turin einen Teilerfolg gefeiert. Es reichte sogar für ein Lob vom Trainer.

Lukas Podolski genoss den Abend in vollen Zügen. Als der Weltmeister nach dem Abpfiff mit seinen neuen Teamkollegen in die Kurve der zufriedenen Inter-Fans lief, wurde er mit lautstarkem Applaus und Sprechchören gefeiert. Zuvor hatte der 29-Jährige bei seinem Debüt im Trikot von Inter Mailand als Joker maßgeblich dazu beigetragen, dass die Nerazzurri bei Tabellenführer Juventus Turin ein beachtliches 1:1 (0:1) erzielt hatten.

„Das war eine gute Vorstellung unseres Teams. Ich habe mein erstes Spiel im Inter-Trikot genossen und freue mich jetzt auf San Siro“, schrieb Podolski bei Instagram und blickte damit bereits auf das Heimspiel mit seinem neuen Klub am Sonntag gegen den FC Genua.

Balsam für die zuletzt geschundene Seele des im vergangenen halben Jahr beim FC Arsenal zum Bankdrücker mutierten Podolski gab es vor allem von seinem neuen Trainer Roberto Mancini. „Er hat sich schon sehr gut eingefügt, er kann der Mannschaft sehr viel geben“, lobte der 50-Jährige den 121-maligen deutschen Nationalspieler nach dessen 36-minütigem Einsatz.

Mancini hatte Podolski in der 54. Minute für den Ex-Stuttgarter Zdravko Kuzmanovic eingewechselt und damit deutlich mehr Schwung in sein Team gebracht, das bereits in der fünften Minute durch Carlos Tevez in Rückstand geraten war. Mit Podolski auf der linken Außenbahn gelang Inter der Ausgleich durch Mauro Icardi (64.), der in der 81. Minute nach einem tollen Zuspiel des früheren Münchner und Kölner Bundesligaprofis den möglichen Siegtreffer verpasste. Nachdem Mailands Mateo Kovacic wegen groben Foulspiels die Rote Karte (86.) erhalten hatte, rettete Inter den Punkt über die Zeit.

Mancini sieht noch Steigerungspotenzial

Dass sich Mancini von seinem Wunschspieler aber noch viel mehr verspricht, ließ der Inter-Coach ebenfalls durchblicken: „Er ist noch nicht in optimaler Verfassung, weil er zuletzt wenig gespielt hat und erkältet war.“ Ob Podolski gegen Genua zur Startelf des Tabellenelften zählt, ließ Mancini offen.

Dass Inter mit Podolski noch einmal die internationalen Plätze angreifen kann, halten selbst die italienischen Medien wieder für möglich. „Mit Podolski auf der linken Seite treten die Schwarz-Blauen viel mutiger auf. Podolski zeigt auf dem Spielfeld seine Persönlichkeit und hilft Inter, in feindlichem Gebiet Boden zu erobern“, analysierte die Gazzetta dello Sport den Auftritt des neuen Hoffnungsträgers.

Auch der Corriere dello Sport konstatierte: „Podolski unterstrich seine starke Persönlichkeit“, während Corriere della Sera schrieb: „Nach Podolskis Einwechslung begann Inter endlich zu wachsen.“

Solche Schlagzeilen würde gerne auch Mario Gomez nach seinem Seuchenjahr 2014 mal wieder über sich lesen. Stattdessen musste der deutsche Nationalstürmer auch zum Start ins neue Jahr wieder Hohn und Spott über sich ergehen lassen, nachdem er bei der 0:1 (0: 1)-Pleite mit dem AC Florenz bei Schlusslicht FC Parma einen Elfmeter (33.) verschossen und zudem eine Großchance vergeben hatte.

„Super-Mario ruiniert das erste Spiel des Jahres für seinen Klub. Er ist ein Meister in verwirrtem Zustand“, urteilte die Gazzetta dello Sport gnadenlos über den ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig. Und der Corriere dello Sport schrieb von einer „Nervenkrise“ des 29-Jährigen. Rückendeckung erhielt Gomez immerhin von seinem Coach Vicenzo Montella: „Gomez hat in der letzten Zeit Pech. Wir glauben aber weiter an ihn und werden ihn unterstützen.“

SID

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