Transfer wird zur Hängepartie

Wenger: Inter-Angebot für Podolski ein "Witz"

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Arsene Wenger hat gegen einen Wechsel von Lukas Podolski nach Italien (vorerst) sein Veto eingelegt.

London  - Der Transfer von Lukas Podolski vom FC Arsenal zu Inter Mailand schien italienischen Medien zufolge bereits beschlossene Sache. Nicht aber für Arsene Wenger. Der Gunners-Coach richtete deutliche Worte Richtung Inter.

Der mögliche Wechsel von Lukas Podolski zu Inter Mailand entwickelt sich offenbar zur Hängepartie. Nachdem italienische Medien am Montag bereits von einer Einigung des Tabellenelften der Serie A mit dem FC Arsenal über ein Ausleihgeschäft des Fußball-Weltmeisters berichtet hatten, sorgte Gunners-Trainer Arsene Wenger für weitere Verwirrung. Der Franzose bezeichnete am Dienstag auf einer Pressekonferenz das Angebot von Inter als „Witz“ und meinte auf Nachfrage zum Interesse der Italiener: „Sie reden, es gibt nur Gespräche. Inter Mailand meint es nicht ernst.“

Podolski sei ein Arsenal-Spieler, „und ich will, dass er bleibt“, betonte Wenger, hinter dessen Aussagen womöglich aber taktische Erwägungen bei den Transferverhandlungen liegen. Offenbar liegen beide Clubs bei den finanziellen Vorstellungen noch weit auseinander. Zuvor war im Gespräch, dass Inter den früheren Kölner für zwei Millionen Euro bis zum Saisonende ausleiht und anschließend eine Kaufoption besitzt.

Inter-Trainer Roberto Mancini wiederholte indes sein Interesse an einer Verpflichtung des 29-Jährigen. „Er ist ein guter Spieler und steht auf einer Liste von Spielern, die wir im Blick haben“, sagte der Coach, der mit seinem Team zu einem Testspiel gegen Paris St. Germain in Marrakesch weilt.

Podolski hatte zuletzt seine Unzufriedenheit über sein Reservistendasein geäußert; auch in den letzten beiden Spielen kam er erneut nicht zum Einsatz - obwohl Stürmerkollege Olivier Giroud derzeit gesperrt ist. „Ich bin kein Hanswurst, der seinen Vertrag auf der Tribüne aussitzt“, hatte er unter anderem dem „Kicker“ gesagt und das Gespräch mit Wenger gesucht.

Dass eine Ausleihe Podolskis sinnvoll bezüglich mehr Einsatzzeiten sei, glaubt Wenger nicht. „Ich zweifele nicht daran, dass einige Spieler Erfahrungen sammeln müssen. Das ist im Fall Podolski nicht so“, betonte der Franzose. Dies erachtet Wenger eher bei jüngeren Spielern wie Yaya Sanogo als nötig.

Podolski war 2012 für zehn Millionen Euro vom 1. FC Köln in die englische Hauptstadt gewechselt. In dieser Saison kam er in Premier und Champions League nur zu zwölf Einsätzen, meist nur als Einwechselspieler. Immerhin erzielte er in der Königsklasse noch drei Tore.

dpa

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