Premier League

ManCity siegt - Rückschläge für ManU und Arsenal

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David Silva klatscht mit City-Coach Manuel Pellegrini ab.

Manchester - Manchester City macht im Titelrennen in der Premier League immer mehr Druck auf Tabellenführer FC Chelsea. Nach durchwachsenem Saisonstart ist der Titelverteidiger wieder in meisterlicher Verfassung. Der FC Arsenal kassiert einen späten Rückschlag.

Nach einem Sechs-Siege-Zwischenspurt fühlt sich Englands Fußball-Meister Manchester City im Titel-Zweikampf mit dem FC Chelsea auf der Überholspur. „Keiner hat vor zwei Monaten gedacht, dass wir in der Champions League weiterkommen und um den Liga-Titel kämpfen können, aber wir haben immer an das geglaubt, was wir machen“, sagte City-Trainer Manuel Pellegrini nach dem 3:0 gegen Crystal Palace, mit dem sein Team zumindest bis Montag zum Tabellenführer aus London aufschloss. „Ich denke nicht an Chelsea“, behauptete der Coach im Gefühl der wiedergewonnen Stärke sogar.

Weil Stadtrivale ManUnited durch ein 1:1 bei Aston Villa nun bereits sieben Zähler hinter dem Spitzenduo zurückliegt, deutet vieles auf ein Duell zwischen City und José Mourinhos „Blues“ hin. „Wir schauen jetzt mal, ob sie Punkte einbüßen und wir den Druck noch erhöhen können“, meinte Doppel-Torschütze David Silva mit Blick auf Chelseas unbequemes Montagsspiel bei Stoke City. „Der Dezember ist ein Schlüsselmonat“, erklärte Pellegrini mit Blick auf den dichten Spielkalender. In England wird ohne Winterpause durchgespielt. Und City scheint genau zum richtigen Zeitpunkt in Bestform.

Nach dem jüngsten Aufwärtstrend mussten der FC Arsenal und der deutsche Nationalspieler Per Mertesacker hingegen einen Rückschlag hinnehmen. Beim 2:2 (1:1) beim FC Liverpool erzielte Verteidiger Martin Skrtel am Sonntag in der siebten Minute der Nachspielzeit den Ausgleich. Damit verpassten die Londoner den vierten Sieg aus den vergangenen fünf Ligaspielen und liegen zwei Punkte hinter dem FC Southampton auf Rang sechs.

Philippe Coutinho (45. Minute) brachte Liverpool in Führung. Mathieu Debuchy (45.+2) traf zum Ausgleich, Olivier Giroud erzielte das 2:1 (65.) für Arsenal. Lukas Podolski wurde bei den Gunners nicht eingewechselt, Mesut Özil steht noch nicht wieder zur Verfügung. Bei Liverpool sah Fabio Borini (90.+2) Gelb-Rot.

Für ManCity war der Sieg gegen Crystal Palace bereits der achte Pflichtspielerfolg in Serie, sechs davon in der Premier League. Nur ein Sieg fehlt den Citizens noch zum Clubrekord. Matchwinner für den Meister am 17. Spieltag war der Spanier Silva mit seinen beiden Treffern (49./61. Minute) nach einer torlosen ersten Halbzeit. Yaya Touré (81.) sorgte für den Schlusspunkt.

Vor allem der kaum mehr für möglich gehaltene Achtelfinal-Einzug in der Champions League wirkte bei City zuletzt als Stimmungsaufheller. Mit Siegen gegen den FC Bayern und beim AS Rom sicherte sich das Team doch noch das Ticket für die K.o.-Runde, in der mit dem FC Barcelona allerdings ein großes Kaliber wartet. Aber der Verbleib auf Europas größter Fußball-Bühne und die Erfolgsserie in der Liga haben vorerst die Zweifel an Pellegrini und seinem mit Scheich-Millionen zusammengestellten Ensemble verstummen lassen. „Wir sind gerade in einem guten Moment“, stellte Pellegrini fest.

Gleiches galt bis zum Samstag auch für ManUnited. Doch nach dem Herbst-Aufschwung mit zuletzt sechs Siegen riss die Serie von Louis van Gaals Schützlingen. Topstürmer Radamel Falcao verhinderte mit einem Kopfballtor (53. Minute) zumindest die erste Niederlage seit dem 0:1 beim Stadtrivalen City Anfang November. Auch fast 30 Minuten in Überzahl reichten den Red Devils jedoch nicht mehr zum Punkte-Dreier. Als „sehr frustrierend“, bewertete van Gaal den Rückschlag. „Wir haben zwei Punkte vergeben.“

dpa

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