Zu null in der Champions League

Lob von allen Seiten für ter Stegens Barca-Debüt

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Applaus für Marc-Andre ter Stegen nach seinem ersten Champions-League-Spiel für Barcelona.

Barcelona - Marc-Andre ter Stegen kommt in der Champions League zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für den FC Barcelona - und rettet gleich den Sieg.

Bis hinein in die Nachspielzeit verlief der Abend für Marc-Andre ter Stegen sehr geruhsam. Einmal musste er bei seinem Pflichtspieldebüt für den FC Barcelona außerhalb des Strafraums mit dem Kopf klären, da sah er ein wenig aus wie ein Doppelgänger von Manuel Neuer. Das war aber bereits das Maximum an Aufregung für den Torhüter im Champions-League-Spiel gegen Apoel Nikosia - bis eben zur zweiten Minute der Nachspielzeit.

Schiedsrichter Deniz Aytekin aus Oberasbach bei Nürnberg bereitete sich beim Stand von 1:0 (0:0) für Barca (Tor: Gerard Pique/28.) schon auf den Abpfiff vor, da ließ Gustavo Manduca einen Schuss los, der alle Voraussetzungen erfüllte, den Abend in einer „Katastrophe“ (Mundo Deportivo) enden zu lassen. Ter Stegen aber parierte großartig. Und wurde nicht nur für diese Glanztat mit Lob von allen Seiten überschüttet.

„Ter Stegen rettet Barcelona“, stellte Sport fest. Der 22-Jährige habe „entscheidend“ dafür gesorgt, „dass Nikosia das schlechte Spiel von Barcelona nicht mit einem Unentschieden bestrafte“, schrieb Marca. El Mundo Deportivo urteilte, der deutsche Torhüter habe die „Revolution“ von Trainer Luis Enrique gerettet: Neben dem Debütanten ter Stegen standen sechs weitere Spieler erstmals in dieser Saison in der Startelf, darunter Xavi und Neymar.

Jener Neymar hat dieser Tage festgestellt, dass ter Stegen ein „guter Torhüter und sehr ehrgeizig ist“. Nach dem Debüt für den bislang verletzten bisherigen Mönchengladbacher stellte Barcas ehemaliger Torhüter (1986 bis 1994) und heutiger Sportdirektor Andoni Zubizarreta zufrieden fest: „Ter Stegen gibt uns Ruhe. Wir sind im Tor gut aufgestellt.“ Das bezieht sich auch auf ter Stegens Konkurrenten Claudio Bravo (31) und Jordi Masip (25).

„Die Konkurrenz kann allen drei Torhütern nur gut tun“, sagte Zubizarreta. Ter Stegen jedenfalls scheint sie gut zu tun. In den bisherigen drei Ligaspielen der Primera Division vertraute Trainer Luis Enrique auf den Chilenen Bravo, am Mittwoch durfte sich der genesene ter Stegen dann beweisen: Er spielte 15 Pässe, alle kamen an. Er hielt sich die meiste Zeit vor dem Strafraum auf - und war im entscheidenden Moment zur Stelle.

„Die wenige Arbeit, die er hatte, erledigte er perfekt“, schrieb AS. Das Spiel stand somit im krassen Widerspruch zu ter Stegens bislang vier Einsätzen in der Nationalmannschaft: 283 Minuten, zwölf Gegentreffer - eher eine Bilanz des Schreckens.

SID

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