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Hummels und Boateng: Das Duell der Zauberfüße

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Mats Hummels (l.) und Jérome Boateng.

München - Zum Spieler des Spiels wurde Thomas Müller gekürt, doch die heimlichen Helden beim 3:0-Erfolg des DFB-Teams gegen Tschechien waren zwei andere Stars des FC Bayern.

Jerome Boateng und Mats Hummels lieferten eine überragende Partie ab. Und das, obwohl sie defensiv kaum gefordert wurden. Vielmehr waren die beiden Innenverteidiger als Aufbauspieler gefragt – und lieferten sich dabei einen bayerischen Battle.

Gegen die hoch verteidigenden Tschechen setzte die DFB-Elf von hinten raus auf schnelle Spielverlagerungen. Boateng und Hummels präsentierten diese in Perfektion. „Ich glaube, die beiden haben sich einen kleinen Battle geliefert: Wer spielt den schöneren Ball?“, feixte Manuel Neuer und sprach damit vielen der knapp 52 000 Zuschauer in Hamburg aus der Seele. Schließlich war er selbst irgendwie auch einer, so beschäftigungslos wie der Welttorhüter an diesem Abend war. Auch Jogi Löw war mit den beiden Abwehrspielern sehr zufrieden. „Mats und Jerome haben es beide überragend gemacht, vor allem in der Spielauslösung. Sie haben genauso wie Toni Kroos hinten hervorragend rausgespielt und waren in der Defensive ohne Fehl und Tadel“, lobte der Bundestrainer. Immer wieder initiierten die Innenverteidiger gefährliche Angriffe und belebten mit ihren genauen Pässen das Flügelspiel der deutschen Mannschaft. „Wir haben Tschechiens Abwehrverhalten im Training simuliert und erkannt, dass wir mit Diagonalbällen und Spielverlagerungen die Abwehr aufreißen können“, erklärte Löw die Idee dahinter. Aber: Hummels war dafür eigentlich gar nicht vorgesehen.

Weltmeisterlich: DFB-Team mit starker Vorstellung - Bilder

„Die langen Bälle waren einstudiert. Aber weniger von mir, eher von Jerome und Toni“, verriet der Neu-Münchner hinterher. „Ich musste dann auch ran. Aber durch die Einheiten wusste ich ja, dass unsere Außen für den Fall besetzt sind“, grinste der 27-Jährige. Dort wirbelten Jonas Hector (links) und besonders Joshua Kimmich (tz-Note 2) auf der rechten Seite. Der Bayern-Block – mit Ausnahme des Kölners Hector – kurbelte das Spiel des Weltmeisters mächtig an.

Boateng feierte nach dem Spiel mit Mario Götze (

Obwohl Boateng und Hummels seit diesem Sommer auch beim gleichen Verein unter Vertrag stehen, bildeten sie zum ersten Mal in dieser Saison gemeinsam die Innenverteidigung beim FCB oder DFB. Richtig abstimmen konnten sie sich bislang aufgrund von Verletzungen noch nicht. „In dieser Verbindung steckt noch Potenzial, weil wir noch gar nicht so oft auf dem Trainingsplatz standen“, kündigt Hummels an. „Der Vorteil ist, dass wir uns nicht neu kennenlernen müssen. Jetzt trainieren wir auch noch täglich gemeinsam, da läuft das Zusammenspiel immer besser.“ 

tz-Kommentar: Die seltsame Kritik an Jogi Löw

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